Das Ende von Brändlis Karriere zeichnete sich ab, nachdem letztes Jahr bekannt wurde, dass die Schweizer Sportgruppe Bigla den Betrieb einstellt. Seit 2005 hatte die Zürcherin in den Farben des vom Lysser Industriellen Fritz Bösch gesponserten Teams eine gut bezahlte Heimat gefunden. Die Heim-WM in Mendrisio im September letzten Jahres sollte, wie Brändli lange beteuerte, den Abschluss ihrer Laufbahn bedeuten. Dann krebste die ausgezeichnete Klettererin zurück und sagte, ihren Entscheid wolle sie erst in diesem Frühjahr treffen.

Die dreifache nationale Meisterin war über Jahre hinweg die stärkste Schweizer Strassenfahrerin. Brändli gewann zweimal den Frauen-Giro (2001/03) und kam in den Jahren 2001 und 2002 zu drei WM-Silbermedaillen. Den Traum vom WM-Titel verpasste die Zürcherin an den Titelkämpfen vor neun Jahren in Lissabon äusserst knapp. Im Zeitfahren musste sie Jeannie Longo-Ciprelli (Fr) den Vortritt um winzige 0,41 Sekunden lassen.