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Nicola Fürer doppelter JO-Junioren-Schweizermeister

Säuliämtler prägten am Wochenende die JO-Junioren-Schweizermeisterschaften in den Ski-Disziplinen Super-G und -Kombination. Während der Skiclub Hausen für die Organisation zuständig war, gewann deren Mitglied Niels Hintermann zweimal Silber hinter Nicola Fürer.

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Im Schatten der olympischen Spiele in Vancouver wurden übers Wochenende auf dem Hoch-Ybrig die besten nationalen JO-Ski-Junioren in den Disziplinen Super-G und Superkombination ermittelt. Der sieben Prüfungen umfassende JO-Cup dient Swiss Ski der Nachwuchsrekrutierung für die Beschickung der Nationalkader. Aufgrund ihrer bisheriger Resultate starteten der Hedinger Nicola Fürer und der für den organisierenden Skiclub Hausen fahrende Rorbasser Niels Hintermann als Favoriten. Die Frage lautete nur, wer von den beiden die höchste Stufe des Podiums erklimmen würde. Hintermann, der Anfang Februar bereits den nationalen Leistungsvergleich in La Tzoumaz für sich entschieden hatte. Oder Fürer, der als überlegener Sieger aus dem interregionalen Kräftemessen in Gstaad hervorgegangen war.
Spannender Zweikampf
Bei idealen äusseren Bedingungen entwickelte sich ein spannender Zweikampf, bei dem beide Jünglinge Federn lassen mussten. Mit einem nahezu fehlerfreien Lauf legte Führer am Samstagmorgen die Bestzeit im Super-G vor. Hintermann reihte sich auf Platz zwei ein. Am Nachmittag folgte auf der nahezu identischen Strecke der erste Lauf zur Superkombination. Diesmal war Hintermann der Schnellste, obschon ihm kein fehlerfreier Lauf gelang. Bei einem Geländeübergang stürzte er beinahe. Noch ärger erwischte es Fürer: Mit hoher Geschwindigkeit schlug es ihm beim dritten Tor die Stange ins Gesicht. Mit blutender Nase setzte er die Fahrt fort, rutschte jedoch im unteren Teil der Strecke aus und erreichte das Ziel als Zweiter.
Im Slalom am Sonntag konnte der Hedinger die Scharte aber wieder auswetzen. Mehr als eine Sekunde Vorsprung auf Hintermann brachte dem 14-Jährigen auch den Schweizermeistertitel in der Superkombination. Mit ihren Leistungen haben sich die zwei Spitzenreiter für die Trofeo Topolino am kommenden Wochenende im trentinischen Valsugana empfohlen.
Lisa Meiers Ansporn
Auch bei den Mädchen holte sich mit Jasmina Suter in beiden Kategorien dieselbe Fahrerin die Titel. Die Kappelerin Lisa Meier, ebenfalls Mitglied des Skiclubs Hausen, startete mit einer ansprechenden Leistung am Samstagmorgen in den Super-G, der an der Spitze die grössere Leistungsdichte aufwies als bei den Knaben. Die ersten zehn Fahrerinnen klassierten sich innerhalb nur einer Sekunde. Meier wurde Achte, was in Anbetracht der «Rennvorbereitung» beachtlich ist. Sie hatte die Innenschuhe ihrer Skischuhe zuhause vergessen, was Hektik bei den Angehörigen auslöste. Für die Juniorin ein zusätzlicher Ansporn: «Mit einer guten Leistung wollte ich mich bei meiner Familie für die unübliche Vergesslichkeit entschuldigen», sagte Meier, die ihre Innenschuhe gerade noch rechtzeitig dank dem Einsatz von Grossmutter und Onkel bekam.
Es gelang ihr ein fehlerfreier Lauf, sowohl im Super-G als auch im ersten Durchgang zur Kombiwertung. Am Sonntag im Slalom erwischte sie nicht ihren besten Tag, fuhr verkrampft und beendete die Kombinationswertung schliesslich im zwölfen Rang. Zeit, einer besseren Platzierung hinterherzutrauern, bleibt ihr aber nicht. Am kommenden Wochenende steht bereits der nächste interregionale Wettkampf bevor.

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