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NFL-Star Peyton Manning tritt ab

Peyton Manning tritt von der NFL-Bühne ab.

Peyton Manning tritt von der NFL-Bühne ab.

Die Quarterback-Ikone Peyton Manning bestätigte am Wochenende seinen Rücktritt. Der Name des 39-Jährigen steht nach 18 Jahren in der National Football League für zahlreiche Rekorde.

Für das Ende seiner Rekordkarriere erwischte Quarterback-Superstar Peyton Manning den perfekten Zeitpunkt. Vier Wochen nachdem er mit den Denver Broncos im Super Bowl zum zweiten Mal den grössten Titel im American Football erobert hatte, verabschiedet er sich in den Ruhestand.

Neben vielen Bestmarken hinterlässt Manning bei Weggefährten, Fans und Liga-Verantwortlichen die Erinnerungen an zahlreiche grandiose Momente eines der besten Athleten der NFL-Geschichte. «Wenige haben ihre Spuren so im Sport hinterlassen wie Peyton. Einfach ausgedrückt, er hat den NFL-Football revolutioniert», schrieb Jim Irsay, Besitzer der Indianapolis Colts. Die Colts hatte Manning 2007 zur Super Bowl geführt.

Zweiter Titel mit den Broncos

Neun Jahre später gelang dem Spielmacher der grosse Super-Bowl-Coup noch einmal mit den Denver Broncos. Sein Dauerrivale Tom Brady von den New England Patriots sprach von «einer unglaublichen Karriere». Manning habe das Spiel für immer verändert und jeden um sich herum besser gemacht, so Brady, der seine Twitter-Nachricht mit den Worten «Es war mir eine Ehre» beendete.

Manning hat seinen Platz im NFL-Geschichtsbuch sicher. Kein anderer Quarterback hat in einer Saison und in der Liga-Geschichte mehr Touchdown-Pässe geworfen, niemand mehr Spiele gewonnen, niemand ist fünfmal zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt worden. Und nur Peyton Williams Manning hat es als Spielmacher geschafft, mit zwei Teams den Titel zu holen.

Die «Denver Post» hatte bereits vor den Playoffs vom «letzten Rodeo» des «Sheriffs» geschrieben. Zwar hatte der Routinier noch einen Vertrag für ein weiteres Jahr in Denver und hätte 19 Millionen Dollar verdienen können. Doch er selbst wusste, dass eine weitere Spielzeit ein grosser Fehler gewesen wäre. Mit einem letzten grossen Hurra abzutreten – Manning gelang das, was viele Profi-Sportler sich vergebens wünschen.

In Brock Osweiler steht längst sein Nachfolger bei den Broncos bereit. Und Manning hat in der vergangenen Saison bereits leidvoll erfahren müssen, wie schnell es selbst für einen Ausnahme-Footballer wie ihn abwärtsgehen kann.

Der Körper macht nicht mehr mit

Sein Körper konnte einfach nicht mehr. Die Schulter seines Wurfarms schmerzte, der linke Fuss hielt den Belastungen nicht mehr stand. Der ansonsten so souveräne Manning wirkte verwundbar, anfällig, unsicher. Er warf öfter den Football in die Arme des Gegners (17 Mal) als für einen Touchdown zum eigenen Mitspieler (9). In keiner seiner 18 NFL-Saisons hatte er eine schlechtere Bilanz. Dass Denver dennoch die Super Bowl gewann, lag vor allem an der überragenden Defensive.

Doch das schmälert Mannings Meriten keinesfalls. «Peyton Mannings aussergewöhnliche Karriere war getrieben von Talent, einer unglaublichen Arbeitseinstellung und einem standhaften Wunsch der Beste zu sein - und sie endete so perfekt für ihn mit einem Super-Bowl-Sieg», sagte NFL-Boss Roger Goodell. Ihm bleibt durch Mannings Karriereende womöglich ein unangenehmer Schritt erspart.

Im Dezember hatte der Nachrichtensender Al Jazeera America Dopingvorwürfe gegen Manning erhoben. Er habe 2012, als er wegen einer Nackenverletzung die gesamte Saison ausfiel, das Wachstumshormon HGH eingenommen. Die Liga hatte noch vor der Super Bowl betont, dass man den Fall untersuche. Das Ergebnis steht noch aus – für Mannings sportliche Zukunft ist dieses nun irrelevant.

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