Die Alpiq Holding AG, das führende Unternehmen der Schweizer Energiewirtschaft, konnte als neuer Verbandssponsor gewonnen werden.

Zahlen wollte Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann an der Medienkonferenz in St. Moritz im Rahmen der Schweizer Meisterschaften keine nennen, doch würden sie in den Raster der übrigen Verbandssponsoren passen. Diese (Raiffeisen und Audi) zahlen Swiss-Ski gut zwei Millionen Franken. Nur Titelsponsor Swisscom entrichtet eine höhere Entschädigung.

Alpiq ersetzt quasi den bisherigen Sponsor Audi, dessen Paket praktisch nur Sachleistungen umfasste. Audi will jedoch diese Leistungen reduzieren, die nun teilweise durch Alpiq kompensiert werden müssen. Die zusätzlichen Einnahmen von Swiss-Ski dürften aber immer noch im siebenstelligen Bereich liegen. Audi rückt durch die Status-Änderung zum "Fahrzeug-Ausrüster" auf der Bekleidung von Swiss-Ski von der Brust auf den Oberarm.

Alpiq ist entstanden aus dem Zusammenschluss der Atel Holding und EOS, die 2008 aus einem konsolidierten Umsatz von 15,8 Milliarden einen Betriebsgewinn von 1,7 Milliarden erwirtschafteten. Alpiq ist für rund ein Drittel der Schweizer Stromversorgung verantwortlich und beschäftigt in 26 Ländern Europas über 10 000 Mitarbeitende. Der Firmenname entstand aus den Begriffen "Alp" für Alpen und "piq", englisch "peak" für Bergspitze.

"Der Wintersport und Alpiq verbindes vieles: Natur, Berge, Schnee, Energie und Spitzenleistungen", sagte der stellvertretende Alpiq-CEO Michael Wider. Urs Lehmann freut sich, dass es Swiss-Ski in einer wirtschaftlich schwierigen Phase gelungen ist, die Einnahmen zu steigern.

Ist denn Swiss-Ski von der Finanzkrise komplett verschont worden? "An der Front im täglichen Umgang mit den Ausrüstern macht sie sich schon bemerkbar", sagt Lehmann, "doch im Sponsoringbereich spürten wir dank der langfristigen Verträge glücklicherweise noch nicht viel davon." Das zusätzliche Geld werde vollständig in den Sport investiert, versprach der Swiss-Ski-Präsident.