Laufsport
Neue Kräfte nach dem Jubiläum

Der Weissensteinlauf wird nächstes Jahr 20 Jahre alt. Ebenso lange wurde der Anlass grossteils von denselben Leuten organisiert. Da die Veranstalter nach dem Jubiläum im Jahr 2010 kürzertreten wollen, kümmern sie sich bereits heuer um eine Nachfolgeregelung.

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Start Weissensteinlauf

Start Weissensteinlauf

Solothurner Zeitung

Gaudenz Oetterli

Bei all den Diskussionen über den geplanten Neubau der Seilbahn ging es fast ein wenig vergessen. Auf den Solothurner Hausberg führt auch eine Strasse. Einmal pro Jahr wird diese - zu einem grossen Teil - von rund 700 Sportlern benutzt, um sich am Weissensteinlauf sportlich zu messen. Und dies seit bereits 19 Jahren. Auf das Jubiläum im nächsten Jahr hin wird der Lauf in organisatorischer Hinsicht jedoch einige Änderungen erfahren. «Ein Grossteil des Organisationskomitees hat den Lauf nun seit 20 Jahren organisiert. Nach dem Jubiläum wird die Hälfte der 14 Personen zurücktreten», sagt Stefan Hug, Präsident des Organisationskomitees. Auch er wird sein Amt nach zwei Jahrzehnten zur Verfügung stellen.

Nahtlosen Übergang garantieren

Entstanden ist der Weissensteinlauf Ende der 80er-Jahre aus den «Weissenstein Runners» heraus. Die «Runners» sind eine Laufgemeinschaft mit mittlerweile rund 100 Mitgliedern. Seit je her laufen sie in Trainingsgruppen auf den Solothurner Hausberg. «Anfang der 90er-Jahre kam dann die Idee auf, einen offiziellen Lauf zu veranstalten», so Hug. An der ersten Austragung starteten bereits 416 Läufer. Die Spitzenwerte lagen Anfang des neuen Jahrtausends bei über 700 Teilnehmern. «Dieses Jahr rechnen wir ebenfalls mit so vielen Athleten.»

Der Rücktritt gleich mehrerer Organisatoren habe nichts mit Misserfolg oder Erfolg des Laufs zu tun. «Uns allen liegt der Weissensteinlauf am Herzen», sagt Hug, «aber nach 20 Jahren kommt man an den Punkt, an dem man etwas kürzer treten möchte. Und im Vorstand sind einige schon seit Beginn dabei.» Stefan Hug wäre jedoch bereit, in einem neu zusammengesetzten Organisationskomitee ein Ressort zu übernehmen. «Aber als Präsident ist Schluss.» Es sei auch so, dass man bewusst schon ein Jahr vor den Rücktritten mit der Suche nach einer Nachfolgeregelung beginnt. «So könnte ein allfälliges künftiges Organisationskomitee im nächsten Jahr mithelfen, und ein nahtloser Übergang wäre garantiert.»

Brief an 250 Teilnehmer

Wenn auf einen Schlag so viele Personen zurücktreten, wird eine Nachfolgeregelung schwierig. Mit diesem Problem befassen sich die Organisatoren momentan. «Es braucht Leute, die Herzblut in die Sache stecken. Der Aufwand ist nicht riesig, aber man muss sich das ganze Jahr hindurch einsetzen.» Mit einem Brief, der an 250 Lauf-Teilnehmer aus der näheren Region ging, rufen die Organisatoren Interessierte auf, sich zu melden. «Diese Leute haben am ehesten das Interesse, dass der Lauf weiterbesteht.» Am 17. August findet im Restaurant Traube in Langendorf ein Informationsanlass für diese Leute statt. «An diesem Abend wollen wir zeigen, was es als Organisator zu tun gibt. Ich rechne mit ungefähr 30 bis 40 Personen», sagt Hug. Bis anhin habe er bereits drei Zusagen zur konkreten Mithilfe im Organisationskomitee bekommen.

Stefan Hug ist zuversichtlich, dass der Lauf auch weiterexistieren wird. «Wir suchen einerseits Nachfolger, denken aber auch an eine Lösung mit einem Verein.» In diesem Szenario würde ein Verein die Organisation des Berglaufs übernehmen und für dessen Fortbestand sorgen. Den «worst case» - Szenario drei - haben die Organisatoren jedoch auch in Betracht gezogen. «Wenn beide anderen Möglichkeiten nicht fruchten, wird der 20. Weissensteinlauf nächstes Jahr der letzte sein.»

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