Nach U17-Erfolg: Erleichterte Einbürgerungen gefordert

Der Erfolg der multikulturellen U17-Fussballnationalmannschaft soll politische Folgen haben, wie die Zeitung "Sonntag" berichtet. Die Einbürgerung für junge Ausländer soll erleichtert werden.

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U17

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Keystone

Peter Gilliéron, Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes SFV, kritisiert: «Ich verstehe nicht jeden Einbürgerungsentscheid der Behörden.»

So wurde dem Zürcher Fussball-Jungstar Josip Drmic die Einbürgerung verweigert. Gilliéron fordert gegenüber dem «Sonntag»: «Es wäre gut, wenn die Einbürgerungen für junge Ausländer erleichtert würden. Wir würden schnellere und positivere Einbürgerungsentscheide begrüssen.»

Der SFV spielt den Ball der Politik zu, und die nimmt ihn auf. Die staatspolitische Kommission des Nationalrats hat bereits entschieden, dass Ausländer der dritten Generation einfacher eingebürgert werden sollen.

Auch die ständerätliche Kommission wird gemäss Rolf Büttiker (FDP/SO) zustimmen: «Entscheidend ist, dass es ein Antragssystem gibt, um Missbrauch zu verhindern; dann setze ich mich aktiv dafür ein.»

Dies ist vorgesehen - im Gegensatz zur 2004 abgelehnten Vorlage. Auch diesmal wird das Volk das letzte Wort haben. Der SFV setzt sich weiter dafür ein, dass die Doppelbürger im U17-Team auch künftig für die Schweiz und nicht für ihr Ursprungsland spielen, wie etwa bei Mladen Petric (Kroatien) geschehen. Gilliéron: «Ottmar Hitzfeld wird persönlich Gespräche mit den Junioren führen.»

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