Schwingen
Muttertag mit starken Männern

54 Aktivschwinger und 82 Jungschwinger haben sich in den vier Sägemehlringen auf dem Turnplatz in Koblenz spannende Zweikämpfe geliefert. Die Schwingfest-Besucher freuten sich aber nicht nur über die sportlichen Leistungen, sondern auch über den Brunch.

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Schwingfest Koblenz
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Schwingfest Koblenz Thürig Guido kühlt sich vor seinem Einsatz am Brunnen ab.
Schwingfest Koblenz So sieht ein glücklicher Gewinner aus: Bächli Michael aus Würenlingen.

Schwingfest Koblenz

Aargauer Zeitung

Peter Jacobi

Verlierer gab es eigentlich keine in Koblenz. Der Schwingklub Zurzach darf sich für sein gut organisiertes Schwinget im Zurzibiet ebenso zu den Siegern zählen wie die Gemeinde, die für den passenden Rahmen sorgte. Der Festplatz mit der Tribüne bot einen guten Überblick über die vier Sägemehlringe. Die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer konnten sich freuen an den Leistungen aller Sportler, vom siebenjährigen Jungschwinger bis zum athletischen Kranzschwinger.

Die starken Männer vom Schwingklub vergassen am Muttertag die Mütter nicht. Bei einem Brunch in der Mehrzweckhalle konnten sich alle richtig verwöhnen lassen. Und mit den 300 verteilten Schoggiherzen während des ganzen Tages machten die Schwinger den anwesenden Müttern ein Überraschungsgeschenk.

Erfolgreiche Jungschwinger

Er war einer der Kleinsten und einer der Jüngsten: Märki Fabian aus Mandach. Mit nur einem Sieg und fünf Niederlagen landete er in der Schlussrangliste zwar hinten. Aber bei seinem einzigen Sieg war der kleine Mann der grosse Star. Nach der Aufmunterung durch seine Mutter drehte er seinen Gegner kurzentschlossen auf den Rücken.

Bächli Michael aus Würenlingen hatte seine Familie als Fanklub mitgenommen. Und die Anfeuerungsrufe nützten. Er belegte in seiner Kategorie den ersten Platz und wurde von seinen Kameraden auf die Schultern gehoben. Die weiteren guten Klassierungen der Zurzibieter Jungschwinger zeigen, dass Jungschwingerobmann Meier Niklaus mit dem Nachwuchs auf dem richtigen Weg ist.

Mit Anstand und Respekt

Die offizielle Begrüssung der Ehrengäste, Zuschauer und Sportler geschah durch den Präsidenten des Schwingklubs Zurzach, Armin Keller, Mandach. Gemeindeammann Heidi Wanner, Koblenz, wies in ihrem Grusswort auf den Anstand und den Respekt unter den Schwingern hin, Werte, die heute nicht mehr überall selbstverständlich seien. Speziell begrüsst wurde das einzige noch lebende Gründungsmitglied des Schwingklubs Zurzach: der 95-jährige Alois Gassler, Koblenz. Die Musikgesellschaft Koblenz und die Jodler aus Zurzach umrahmten den Schwinget mit passenden Klängen.

Favoriten im Schlussgang

Für den ehemaligen Kranzschwinger aus Döttingen, Georg Birchmeier, war die Sache klar: «Favoriten sind die beiden Eidgenossen Guido Thürig und Christoph Bieri. Sie werden den Sieg hier unter sich ausmachen.» Die beiden standen sich bereits im dritten Gang gegenüber und lieferten einen enttäuschenden Kampf, der gestellt endete.

Aktiv verlief der Schlussgang, in dem der Untersiggenthaler Bieri Christoph von Anfang an angriff und schliesslich den Zofinger Thürig Guido ins Sägemehl warf. Meier Lukas, Tegerfelden, als Vierter und Schenk Silvan, Wislikofen, als Achter waren die besten Zurzibieter Schwinger. Für Vereinspräsident Armin Keller fiel das Fazit erfreulich aus: «Die Zuschauerzahl und das Wetter stimmten und schliesslich hat heute der stärkere Schwinger gewonnen.»

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