Schwingen
«Muni-Flüsterer» kümmern sich um den Königsstier von Burgdorf

Die Familie Bichsel aus Ranflüh stellt den Siegermuni «Fors vo dr Lueg II» am Eidgenössischen Schwingfest in Burgdorf Ende August. Eine grosse Ehre, denn die Auswahl wurde vom OK-Präsidenten Andreas Aebi höchstpersönlich getroffen.

Jonas Burch
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Nachfolger gefunden: Hans Bichsel mit dem mittlerweile geschlachteten «Fors vo dr Lueg».

Nachfolger gefunden: Hans Bichsel mit dem mittlerweile geschlachteten «Fors vo dr Lueg».

KEYSTONE

Es ähnelt einem Bewerbungsgespräch. Nur gehts nicht um eine offene Stelle, sondern um den Zuschlag des «Königsmunis», den der Sieger am kommenden Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest geschenkt bekommt.

Bewerber gab’s viele, am Ende machte die Familie Bichsel aus Ranflüh das Rennen. «Die Kriterien sind klar», sagt Andreas Aebi, OK-Präsident des Schwing-Highlights Ende August im Emmental: «Zum einen muss die Rasse unsere Region repräsentieren, zum andern muss der Stier auch charakterfest sein», weiss Aebi.

Der Sieger Arnold Forrer aus Stein im Toggenburg versucht den Lebendpreis, den 950 Kilogramm schweren Angus-Stier Marwys am Bündner-Glarner Schwingfest in Silvaplana im Oberengadin im Juli 2009 zu bändigen.
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Stier "Price" wird als erster Preis am Nordostschweizerischen Schwingertag in Oberbüren im Juni 2005 dem Sieger übergeben.
Der Schwingerkönig 2004, Jörg Abderhalden, posiert mit dem ersten Preis, dem Stier Pilatus, am Sonntag, 22. August 2004 am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Luzern.
Züchter Hans Bichsel tauft seinen Stier auf den Namen "Fors vo der Lueg" im September 2011, in Kaltacker im Emmental. Der Muni "Fors" gilt als Lebendpreis fuer das Eidgenössische Schwing-und Älplerfest 2013, das in Burgdorf stattfinden wird.
Philipp Laimbacher posiert mit dem Stier, nachdem er nach dem gestellten Schlussgang als 1a Sieger gewertet wurde, am Oberaargauischen Schwingfest in Rumisberg 2011.
Der Lebendpreis für den Sieger - ein Stier - wird vorgeführt, am Mittelländischen Schwingfest in Zollikofen.

Der Sieger Arnold Forrer aus Stein im Toggenburg versucht den Lebendpreis, den 950 Kilogramm schweren Angus-Stier Marwys am Bündner-Glarner Schwingfest in Silvaplana im Oberengadin im Juli 2009 zu bändigen.

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Als Präsident von swissherdbook (vormals Schweizerischer Fleckviehzuchtverband) kennt Aebi die Landwirtschafts-Branche wie seine Westentasche. Mit der Familie Bichsel, die auch den Ruf der «Muni-Flüsterer» geniesst, «haben wir sicher die richtige Entscheidung getroffen» freut sich der Alchenstorfer SVP-Nationalrat.

Der Siegermuni für den Schwingerkönig: Eine starke Prämie. Weil er an einem unheilbaren Gelenkproblem am Vorderknie litt, musste der Muni Fors vo dr Lueg I leider geschlachtet werden.

Der Siegermuni für den Schwingerkönig: Eine starke Prämie. Weil er an einem unheilbaren Gelenkproblem am Vorderknie litt, musste der Muni Fors vo dr Lueg I leider geschlachtet werden.

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Damit Aebi über den Zustand des Tieres laufend informiert ist, schaut er regelmässig höchstpersönlich beim 1-Tonnen-Tier vorbei. «Für uns ist dieser Zuschlag natürlich eine grosse Ehre. Die Reaktionen aus dem Umfeld waren durchwegs positiv, aber es gibt auch Neider», sagt Christian Bichsel, der den Muni seit zehn Tagen betreut. Finanziell profitiert die Emmentaler Familie nicht wirklich vom Stier. «Für uns ist das viel mehr eine Ehrensache.» Bis Ende August müssen die Bichsel Vertrauen zu «Fors» aufbauen, damit der Muni denn vor über 50'000 Zuschauern in der Arena gehorcht.

Matthias Sempach auf dem Titelbild für den Kalender «Die Bösen»
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Arnold Forrer ist auf dem Kalenderbild für den Januar
Thomas Sempach zeigt seine Bauchmuskeln für «Die Bösen»
Michael Bells zeigt im Kalender «Die Bösen» seine Tatoos
Andreas Ulrich zeigt im Kalender «Die Bösen» wie stark er ist
Christian Schuler präsentiert in «Die Bösen» seinen nackten Oberkörpe
Stefan Zbinden posiert für den Monat Juni im Kalender
Matthias Sempach wirbt mit seinem Körper für das Schwing- und Älplerfest in Burgdorf
Christoph Bieri repräsentiert im Kalender «Die Bösen» den August
Matthias Glarner zeigt sich für «Die Bösen» traditionell
Bruno Gisler zeigt sich für den Kalender im Schwingeroutfit
Adi und Philipp Laimbacher beim Kräftemessen für den Kalender «Die Bösen»
Matthias Siegenthaler präsentiert sich im Dezember im Kalender «Die Bösen»
Arnold Forrer beim Fotoshooting für «Die Bösen»
Arnold Forrer beim Fotoshooting für «Die Bösen»
Arnold Forrer wird für das Shooting für «Die Bösen 2013» vorbereitet
Fotoshooting zum Kalender «Die Bösen 2013»

Matthias Sempach auf dem Titelbild für den Kalender «Die Bösen»

dieboesen.ch/Thomas Buchwalder

Dass die Wahl des Siegermunis kein Zuckerschlecken ist, zeigte die Geschichte vom ersten «Fors vo dr Lueg». Wegen eines Gelenkproblems wurde der Stier jüngst geschlachtet. «Uns war es aber wichtig, dass wir sofort einen Nachfolger vom selben Züchter präsentieren konnten», sagt Aebi. Seinen Namen hat der Muni übrigens von den Sponsoren: Fors ist ein Kraftmittelprodukt, Lueg bezieht sich auf den Landgasthof und das Seminarhotel Lueg.

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