Motocross Muri wird immer erwachsener

Besser konnten die Bedingungen nicht sein: Am 34. Motocross auf der Aspi-Piste in Muri standen rund 160 Fahrer am Start und liessen sich von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern anfeuern. Überhaupt kam der Traditonsanlass ziemlich aufgefrischt daher.

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Aargauer Zeitung

Eddy Schambron

«Der Eindruck täuscht nicht», sagte gestern OK-Präsident Beat Gassmann, «im Fahrerlager wird heute zunehmend mehr Aufwand betrieben.» Einzelne Team bauten professionell anmutende Werkstätten auf, damit die Piloten mit hervorragendem Material und besten Abstimmungen auf die Piste konnten. Das ansprechend ausgestattete Wohnmobil ist schon fast Standard. «Das erfordert eine gute Planung, wir wollen, dass sich die Fahrer und ihre Familien im Fahrerlager wohl fühlen», erklärt Gassmann. Rund 160 Fahrer gingen gestern an den Start, viele waren mit Mechaniker und Familienangehörigen angereist.

Die Werkstatt dabei Viele Teams sind auch technisch bestens ausgerüstet.

Die Werkstatt dabei Viele Teams sind auch technisch bestens ausgerüstet.

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Entsprechend wirkte das Fahrerlager wie ein moderner Campingplatz. Da spielte eine Mutter mit ihren Kindern Eile mit Weile, dort sonnte sich ein Teenager und auf kleinen Grills brutzelten Fleischstücke. Der Unterschied: Vor jedem Wohnmobil stand mindestens ein Motorrad, neben Werkzeugkisten und Benzinkanistern, Stollenpneus und Brustpanzern. «Die Leute kommen sehr gut miteinander aus», weiss Gassmann, «da gibt es keine Probleme.» Motocross-Fahrer sind eben nur auf der Piste Gegner, vor und nach dem Rennen teilen sie freundschaftlich die gleiche Leidenschaft. Da ist nachbarschaftliche Hilfe und eine grosse Kollegialität selbstverständlich.

Den Leuten etwas bieten

Immer professioneller werden nicht nur die technischen Ausrüstungen der Teams, sondern das Motocross in Muri selber. «Unser Anlass bringt an Spitzentagen bis zu 8000 Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Platz, und denen wollen wir fürs Eintrittsgeld auch etwas bieten», betont Gassmann das besondere Engagement des Motorrad-sportclubs Muri. Das OK legt nicht nur grossen Wert auf sichere Abschrankungen und gut ausgebaute Verpflegungsstände, sondern zunehmend auch auf Aussteller, die vor der Festwirtschaft ihre Stände aufbauen konnten. Zur Schau gestellt wurden vor allem Bekleidungsstücke für Motorradfahrer und Motorräder. «Damit können wir auch neben dem eigentlichen Sportgeschehen etwas Attraktives anbieten.» Ziel des Organisators ist es, «immer wieder etwas zu verbessern.» Dieses Bestreben reicht von der neuen Speakeranlage bis hin zum Programmheft, das jetzt farbig und schön gestaltet abgegeben werden konnte.

«Mehr als ein Motocross»

Bis die Fahrer ihre Maschinen über die rund 1,5 Kilometer lange Strecken scheuchen können, braucht es viel Arbeit. So werden für die Abschrankungen allein 1800 Pfähle eingeschlagen, kilometerweise Seile gespannt, Hügel präpariert, je nach Wetter Pisten bewässert, Grills und Kühlschränke montiert und Werbebanner aufgehängt. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass richtig parkiert werden kann und dass der Nachschub für die Verpflegung klappt. «Für uns ist das Motocross nicht einfach ein motorsportliches Ereignis», erklärt Gassmann die Motivation der Mitglieder des Motorsportclubs Muri. «Wir sind eingefleischte Motorsportfreunde, die diesen Sport am Leben erhalten wollen.» Neben der Organisation des Motocross auf der Aspi-Piste unterstützt der Verein auch die Fahrer Dani Müller, Patrick Walter, Andi Bernauer, Urs Müller, Hubi Sachs und Maria Blumer.