Orientierungslauf
Mitteldistanz in Finnland: Hauswirth und Kyburz knapp hinter dem Podest

Sabine Hauswirth und Matthias Kyburz werden in der Mitteldistanz am Weltcup in Finnland Vierte. Wie schon beim Sprint zwei Tage zuvor vielen die Entscheidungen sehr eng aus, Kyburz verpasste seinen zweiten Podestplatz in Folge nur um drei Sekunden.

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Matthias Kyburz verpasst das Podest haarscharf.

Matthias Kyburz verpasst das Podest haarscharf.

Zur Verfügung gestellt

Das Mitteldistanzrennen in der Nähe des Sprintaustragungsortes Lohja (FIN) war sehr abwechslungsreich. Auf einen eher dichten Wald gerade zu Beginn des Rennens folgten sehr detailreiche Hügel, typisch für das finnische Gelände teils mit offenen Felsplatten versehen. Der letzte Teil der Bahn war physisch betont mit längeren Abschnitten auf Wegen.

Im Frauenrennen erfolgte bereits zum ersten Posten, der gleichzeitig der längste und wohl anspruchsvollste war, eine Zäsur. Viele Athletinnen erwischten eine schlechte Route oder verloren Zeit im Postenraum. So auch Julia Gross und Elena Roos, die beim ersten Fernsehposten nach einem Kilometer bereits fast zwei Minuten Rückstand auf die Spitze aufwiesen.

«Kaum besser laufen können»

Als einzige Schweizerin konnte erneut Sabine Hauswirth mit den schnellsten Frauen mithalten. Sie lief schon im Sprint und der Sprintstaffel sehr gute Wettkämpfe und verlor in der heutigen Mitteldistanz lediglich 19 Sekunden auf die Drittplatzierte Schwedin Lina Strand. „Ich bin extrem zufrieden mit meiner Leistung, ich hätte kaum besser laufen können, ausser vielleicht zum ersten Posten wo sich für mich wohl die Umlaufroute gelohnt hätte", berichtet Sabine Hauswirth.

Ranglistenauszüge

Frauen: 4.6km, 190m Steigung, 14 Posten

Überlegene Siegerin war Helena Jansson, ebenfalls aus Schweden. Sie startete unmittelbar nach Hauswirth und holte die Schweizerin in der Hälfte des Rennens auf. Die Bernerin liess sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen: „Bei den kurzen Startintervallen ist das schnell passiert. Ich habe danach sicher von ihr profitiert aber konnte ihr auch helfen auf das Tempo zu drücken im Schlussteil." Auf den zweiten Rang lief die in der Schweiz lebende Russin Natalia Gemperle.

Kyburz zufrieden

Bei den Männern lief der Schwede Martin Regborn früh im Rennen eine Topzeit, welche bis zum Schluss ungeschlagen blieb. Am nächsten kam ihm der Norweger Olav Lundanes. Auch der dritte Rang ging mit William Lind aus Schweden an einen Skandinavier. Einzig die Schweizer Matthias Kyburz und Daniel Hubmann konnten die nordische Dominanz brechen.

Kyburz konnte sich mit einem sehr starken Schlussteil den vierten Rang, nur drei Sekunden hinter Lind sicher: "Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf, bis auf eine Unsicherheit von Posten Sechs zu Posten Sieben hatte ich stets alles unter Kontrolle, auch im Postenraum." Weitere 17 Sekunden hinten dran lief Hubmann auf den neunten Platz: "Zum ersten Posten verliere ich etwas viel Zeit, ansonsten bin ich glücklich über meine Leistung. Vielleicht hätte es da und dort etwas mehr Offensive gebraucht, aber viel mehr Risiko wäre nicht drin gelegen".

Unglückliche Verletzung

Forian Howald verlor bei einem Posten im Anfangsteil der Bahn wertvolle Zeit und wurde am Schluss 30. Ebenfalls Weltcuppunkte sichern konnte sich Florian Schneider. Für den jungen Athleten ist der 35. Platz im sehr stark besetzten Feld ein hervorragendes Resultat.

Sabine Hauswirth (links) wird Vierte am Weltcup in Finnland.

Sabine Hauswirth (links) wird Vierte am Weltcup in Finnland.

Zur Verfügung gestellt

Bereits zurück in der Schweiz ist Fabian Hertner. Er hatte sich beim Einlaufen für den Sprintfinal eine leichte Verletzung am Oberschenkel zugezogen und hat deshalb bereits die Rückreise angetreten.

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