Isoz

Mettmenstetter Olympia-Teilnehmer ohne Medaillen zurück aus Vancouver

Lambert ohne Medaillen-Chance.

Lambert ohne Medaillen-Chance

Lambert ohne Medaillen-Chance.

Die drei Mettmenstetter Skiakrobaten Thomas Lambert, Andreas Isoz und Christian Hächler kehren mit viel Erfahrungen aber ohne Medaillen aus Vancouver zurück. Insgesamt konnten die hochgesteckten Ziele der Schweizer nicht erreicht werden.

«Wir wollen nicht nur als Touristen nach Vancouver reisen», so tönte es von Seite der Schweizer Skiakrobaten vor den Spielen in Kanada. Die hochgesteckten Erwartungen konnten allerdings weder bei den Frauen noch bei den Männern ganz erfüllt werden. Evelyne Leu und Tanja Schärer scheiterten in der Qualifikation ebenso wie Andreas Isoz, Christian Hächler und Renato Ulrich. Sie alle schnitzerten bei mindestens einem ihrer zwei Sprünge und sahen den Final nur als Zuschauer. Bis zum Schluss hoffen durfte Andreas Isoz, der als 14. den Finaleinzug nur knapp verfehlte. Einzig Thomas Lambert schaffte mit einem grossartigen zweiten Sprung in der Qualifikation die Finalrunde der besten zwölf. «Das war wohl mein perfektester Wettkampfsprung der Saison» analysierte der sympathische Mettmenstetter und er brachte ihn in der Qualifikation auf den dritten Schlussrang. Damit reihte er sich in die Favoritengruppe für die Medaillen ein.


Sehr hohes Niveau im Männerfinal


Trotz der prekären Schneelage konnten die Organisatoren in Cypress Mountain eine einwandfreie Wettkampfanlage bauen. Die vielen freiwilligen Helfer sorgten nach jedem Sprung für faire Verhältnisse auf der Landefläche. Beste Voraussetzungen also für einen Olympiafinal auf hohem Niveau vor 10 000 begeisterten, meist kanadischen oder amerikanischen Zuschauern. Sehr schade, dass Thomas Lambert bei seinem ersten Sprung in den Schnee griff. Im zweiten dann setzte er alles auf eine Karte und sprang erstmals an einem Wettkampf einen Dreifachsalto mit fünf Schrauben, der ihm recht gut aber nicht optimal gelang. Damit kam er letztlich auf den 12. Schlussrang. «Natürlich war ich ein bisschen angespannt», meinte Lambert «ich habe solche Situationen allerdings recht gut im Griff. Ein kleiner, abrupter Windwechsel beim Wegfahren hat mich kurz in meiner Sprungvorbereitung gestört, möglich, dass sich dies auf meine Konzentration ausgewirkt hat». Einzig der Amerikaner Jeret «Speedy» Peterson sprang später ebenfalls noch einen Dreifachsalto mit fünf Schrauben, setzte den sauber in den Schnee und gewann Silber. Gold ging an Alexei Grishin, den Weissrussen, der, wie Frauensiegerin Lydia Lassila, häufiger Sommergast im Mettmenstetter «jumpin» ist.


Erwartungen nicht erfüllt und trotzdem optimistisch


«Sicher haben wir uns mehr versprochen – hier in Vancouver, aber auch auf die ganze Saison bezogen», analysiert Michel Roth, Trainer der Nationalmannschaft. «Es ist erstaunlich, mit welcher Konstanz und Sicherheit am heutigen Final gesprungen worden ist. Die besten Athleten verstehen es, eine optimale Körperspannung in ihren Sprung zu legen und trotzdem sicher zu landen. Daran müssen wir unbedingt noch intensiver arbeiten», so Roth weiter, der sich im übrigen nicht zu schade ist, auch mal einem ausländischen Athleten oder einer Athletin einen guten Tipp zu geben. Wer ihn bei seiner Arbeit beobachtet, spürt sein totales Engagement für diesen Sport, insbesondere für unsere Schweizer Athletinnen und Athleten. Trotz der ernüchternden Saisonbilanz bleibt Roth optimistisch. Mit den Fortschritten von Christian Hächler und dem zurzeit verletzten Christopher Lambert wird er sich auf mehr Leistungsträger stützen können, was zu erhöhter Konkurrenz im Team führen dürfte. Daneben arbeiten Thomas Lambert und Andreas Isoz bereits jetzt intensiv an den Sprüngen mit fünf Schrauben und es ist anzunehmen, dass weitere Athleten dazukommen und damit zu einer qualitativen Steigerung beitragen werden. Eigentlich scheint alles in die richtige Richtung zu weisen. Ob die Umsetzung auch wirklich gelingt?

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