«Messer zwischen den Zähnen»

Der Ex-Aarau-Spieler Mario Mutsch (25) glaubt, dass sich die Schweiz für die WM qualifiziert.

François Schmid-Bechtel

Wie kann Luxemburg das Wunder von Zürich wiederholen?
Mario Mutsch: Das wird sehr schwierig sein. Wir müssen realistisch bleiben. Die Schweizer kommen mit dem Messer zwischen den Zähnen zu uns. Was wir in Zürich erreicht haben, war aussergewöhnlich. Wir haben die Schweiz nie richtig ins Spiel kommen lassen, haben aus zwei halben Torchancen zwei Tore gemacht. Uns wurde zuletzt in Israel (Red. 0:7) gezeigt, wo der Hammer hängt.

Beim 2:1 in Zürich hat Luxemburg die Schweizer mit einem Freistoss-Trick übertölpelt. Welchen Plan haben Sie für Samstag auf Lager?
Mutsch: Wir müssen schauen, dass wir hinten gut stehen. Und mit einer hundertprozentigen Teamleistung versuchen, die Null so lange wie möglich zu halten.

Wird sich die Schweiz für die WM qualifizieren?
Mutsch: Ja, ich denke schon. Ich hoffe, nicht schon am Samstag. Sie ist nach der Niederlage gegen uns gut zurückgekommen. Und sie hat in den letzten Spielen bewiesen, dass sie spielstark ist.

Wer beeindruckt Sie im Schweizer Nationalteam?
Mutsch: Hakan Yakin ist mit seinen Standardsituationen sehr gefährlich. Mich beeindruckt auch Tranquillo Barnetta, der zwar nicht in seiner besten Verfassung ist, aber sehr viel Qualität hat. Und die Schweiz hat mit Ottmar Hitzfeld einen Trainer, der ein absoluter Fachmann ist.

Nach zwei Jahren haben Sie den FC Aarau Richtung Metz verlassen. Vermissen Sie die Schweiz?
Mutsch: Als der Entscheid gefällt war, den FC Aarau zu verlassen, habe ich gehofft, einen anderen Verein in der Schweiz zu finden. Mit dem Wechsel zu Metz habe ich aber einen Schritt nach vorne gemacht. Der Verein ist sehr ambitioniert und hat eine Infrastruktur wie der FC Basel.

Warum hat es mit einem weiteren Engagement in der Schweiz nicht geklappt?
Mutsch: Ich hatte Kontakte zu Xamax-Sportchef Alain Geiger, doch dieser wurde kurz darauf entlassen. Aarau hat mir einen Dreijahresvertrag angeboten, doch wir fanden keine Einigung. Bei Sportchef Hächler heisst es «Friss oder stirb».

Der Abstieg in die Zweitklassigkeit als persönlicher Aufstieg?
Mutsch: Ja, ich denke schon.

Wieso steht der FC Aarau am Tabellenende?
Mutsch: Sehr viele wichtige Abgänge wurden leider nicht adäquat ersetzt. Mir tut es leid für Jeff Saibene und die ganze Mannschaft.

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