Leconte
McCenroe und Loconte reissen Fans von den Sitzen

Altgediente Champions und aufstrebende Junioren spielen Tennis beim Zurich Open und begeistern mit Showeinlagen das Publikum in der Zürcher Saalsporthalle.

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Aargauer Zeitung

Sie können es nicht lassen. Für John McEnroe und Kollegen ist Tennis nach wie vor ihre Welt. So schwingen sie bis Samstag die Rackets in der Zürcher Saalsporthalle. John McEnroe, Stefan Edberg, Richard Krajicek, Henri Leconte, Michael Chang, Goran Ivanisevic, Sergi Bruguera und Jewgeni Kafelnikow. René Stammbach, Präsident von Swiss Tennis, kombiniert die ATP Champions Tour mit einem Turnier für die besten Junioren der Welt und lässt dazu generationenübergreifend Doppel spielen.

Mit 51 Jahren gehört McEnroe zu den Zugpferden, auch wenn er meint: «Eine Kategorie für über 50-Jährige wäre vielleicht eine gute Idee, aber ich liebe es, an Herausforderung zu wachsen.» McEnroe zaubert, McEnroe schimpft. McEnroe bleibt McEnroe, füllt die Tribünen. Seit mehr als zehn Jahren spielt er auf der Champions Tour, ist topfit. Noch nicht so lange dabei sind seine Gegner, die allerdings fast alle auch deutlich jünger sind. Kafelnikow ist 36 Jahre alt geworden. Vor sieben Jahren zog er sich von der Profitour zurück, genoss das Leben. Dann zog es ihn an die Pokertische, von dort wechselte er zum Golf, wollte Profi werden. Dann ging es ihm wie seinen Kollegen, er kehrte zum Tennis zurück, schliesslich konnte er das am besten.

«Tennis ist mein Leben», bringt es Ivanisevic auf den Punkt: «Ich liebe den Wettkampf, ich geniesse das Spiel und ich treffe mich gerne mit den alten Kollegen. Ehrgeizig sind alle, wollen immer gewinnen. Immerhin geht es entspannter zu als zu früheren Zeiten», sagt Ivanisevic. Der 38-jährige Kroate knallt der den Ball beim Service gegen Chang mit 218 Stundenkilometern übers Netz. Seinen Rekord stellte er vor zwei Jahren auf, 224 Stundenkilometer schaffte er da, zwei mehr als zu seiner Profizeit. (mic)

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