Ohne Unterstützung

Matthias Sempach reist ohne Familie ans Unspunnen Schwinget

Sollte Matthias Sempach am Unspunnen Schwinget jubeln können, wird seine Familie dem nicht beiwohnen: Seine Freundin Heidi und die beiden kleinen Kinder reisen nicht nach Interlaken. (Archivbild)

Sollte Matthias Sempach am Unspunnen Schwinget jubeln können, wird seine Familie dem nicht beiwohnen: Seine Freundin Heidi und die beiden kleinen Kinder reisen nicht nach Interlaken. (Archivbild)

Am Sonntag geht es für den Emmentaler Schwinger Matthias Sempach am Unspunnen um viel. Nicht mit dabei ist seine Familie: Freundin Heidi bleibt mit den Kindern Henry und Paula zu Hause, für die Kleinen sei ein solch grosses Fest zu anstrengend, glaubt das Paar.

Doch der zweieinhalbjährige Henry teilt bereits die Leidenschaft fürs Schwingen mit seinem Vater: Er besitzt eine Schwingarena, eine Zuschauertribüne und zahlreiche Figürchen aus Holz und stellt damit ganze Kämpfe nach, wie Sempach der "Schweizer Illustrierten" erzählte.

Nicht nur der Schwinger muss oft auf seine Familie verzichten, auch umgekehrt. Um leistungsfähig zu bleiben, braucht Sempach beispielsweise acht Stunden Schlaf - unmöglich mit einem fünf Monate alten Baby. So übernimmt Mutter Heidi weiterhin die Nachtschicht für die kleine Paula. "Ich habe deswegen schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen", sagte der 31-Jährige.

Sollte irgendwann nach Sempachs Schwingerkarriere ein weiteres Kind dazukommen, werde er sich revanchieren, verspricht der Sportler. Derweil begnügt er sich mit wickeln, spielen, Bücher vorlesen oder einem Bad mit den Kleinen.

Meistgesehen

Artboard 1