OL-Weltcup

Matthias Kyburz aus Möhlin gewinnt OL-Weltcup in Appenzell

Weltcupsieger Matthias Kyburz (Mitte) mit dem Norweger Olav Lundanes und dem drittplatzierten Schweizer Baptiste Rollier (rechts).

Weltcupsieger Matthias Kyburz (Mitte) mit dem Norweger Olav Lundanes und dem drittplatzierten Schweizer Baptiste Rollier (rechts).

Jetzt wird Matthias Kyburz zum Topfavoriten für die Heim-Weltmeisterschaft in Lausanne. Der 22-jährige Student aus Möhlin gewinnt drei Wochen vor dem WM-Auftakt den Weltcuplauf in Appenzell in einem Kopf-an-Kopf-Rennen.

Kyburz gewann mit vier Sekunden Vorsprung auf den aktuellen norwegischen Europameister Olav Lundanes.

Es war der erste grosse Sieg des Fricktalers über die Mitteldistanz. Damit hat Kyburz, dessen Stern bei der Elite im letzten Jahr mit einem Weltcupsieg im Sprint aufging, auf allen vier internationalen OL-Distanzen Aussergewöhnliches geleistet. Im Sprint gehört er bei jedem Start zu den heissen Eisen, in der Langdistanz hat er sowohl an der letztjährigen Meisterschaft wie auch im Testlauf in diesem Frühjahr die nationale (Weltklasse-)Konkurrenz deklassiert und mit der Staffel feierte er vor einem Monat dank einem brillanten Schlussspurt den Europameistertitel.

Matthias Kyburz: «Ein Platz unter den Top 6 an der WM müsste möglich sein»

Matthias Kyburz: «Ein Platz unter den Top 6 an der WM müsste möglich sein»

Und nun also der jüngste Coup von «Chlai» beim letzten Treffen der Weltelite vor Lausanne. «Es ist von A bis Z super gegangen. Ich merkte sofort nach dem Start, dass es gut läuft. Es war ein cooles Gefühl unterwegs», sagte der frühere Junioren-Weltmeister. Nicht behindert hat ihn während des Rennens die ausklingende Prellung an der linken Ferse, die ihn noch an der EM an der vollen Entfaltung seines Potenzials gehindert hatte. «Der Fuss ist noch nicht optimal. Ich spüre die Verletzung während des Trainings noch immer. Aber im Wettkampf kann ich es ausblenden.»

Trotz diesem imposanten Empfehlungsschreiben, wird Kyburz an der WM wohl nicht über die Mitteldistanz laufen. Das dortige Terrain im Jura ist nicht mit dem voralpinen Gelände bei Appenzell zu vergleichen, so dass der schnelle Fricktaler wohl auf Sprint und Langdistanz setzt. Zumindest wenn er selber auswählen könnte.

Matthias Kyburz beim Zieleinlauf in Appenzell

Matthias Kyburz beim Zieleinlauf in Appenzell

Nach dem heutigen Sprint und zwei weiteren Testläufen am Dienstag und Mittwoch werden die Einsätze des Schweizer WM-Teams definiert. Die Besetzung der Dreierstaffel bleibt offen, aber auch dort hat Matthias Kyburz mit seiner Heldentat an der EM einen grossen Stein im Brett. Und bei all seinen WM-Starts wird er zu den Topfavoriten gehören.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1