«Mathematik ist etwas für Lehrer, nicht für Fussballer»

Bern, 2.2.2010 © Peter Mosimann: YB-CEO Stefan Niedermaier

«Die Marke YB ist bei den Fans hoch im Kurs»

Bern, 2.2.2010 © Peter Mosimann: YB-CEO Stefan Niedermaier

Ist YB nach den Abgängen von Seydou Doumbia und Gilles Yapi schwächer als in der Vorsaison? «Nein», sagt CEO Stefan Niedermaier. «Unser Kader ist ausgeglichener und in der Breite sogar stärker besetzt.»

Ruedi Kuhn

Stefan Niedermaier, YB wurde in den Jahren 1960 und 1986 Meister: Geht es im gleichen Rhythmus weiter, findet die nächste Meisterfeier der Berner nicht 2011 sondern erst 2012 statt.
Stefan Niedermaier:
Mathematik ist etwas für Lehrer und Statistiker, aber doch nichts für Fussballer. YB hat in der neuen Saison klare Ziele: Wir wollen in einen europäischen Wettbewerb und national um einen Titel mitspielen.

Wie haben Sie den Frust und die Enttäuschung des knapp verpassten Titelgewinns verarbeitet?
Niedermaier:
Frust und Enttäuschung? Na ja. Die Erwartungshaltung war gross. Man darf bei der Beurteilung nicht vergessen, dass die gesamte Saison ausgezeichnet war. Natürlich ist es bitter, wenn man auf der Ziellinie abgefangen wird. Wir haben analysiert und wissen, dass wir uns überall ein wenig verbessern müssen. Nun greifen wir voll an. Schliesslich ist die Marke YB bei den Fans in Bern und Umgebung hoch im Kurs.

Woran lässt sich der Fussballboom rund um Bern erkennen?
Niedermaier:
Ich gebe Ihnen vier Beispiele. 2010 haben wir 14700 Jahreskarten verkauft. Das ist Rekord. Unmittelbar nach der Finalissima und trotz des 0:2 gegen den FC Basel haben wir 500 Abonnements verkauft. Zur Vorstellung des aktuellen YB-Kaders vor einer Woche kamen mehr als 2000 Zuschauer ins Neufeldstadion. Die Stimmung war hervorragend. Und vor der Präsentation der neuen Trikots hatten wir bereits 300 Bestellungen. Einen Tag später lieferten wir den Fans die Leibchen mit Namen und der gewünschten Nummer.

Ist YB nach den Abgängen von Seydou Doumbia und Gilles Yapi schwächer als in der Vorsaison?
Niedermaier:
Nein. Der Abgang von Doumbia wiegt zweifellos schwer. Ich glaube trotzdem nicht, dass die Qualität des Kaders schwächer ist. Wir haben 18 bestandene Profis und 6 Talente. Mit Spycher, Jemal, Costanzo, Lulic und Mayuka haben wir fünf Leistungsträger verpflichtet.

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