Um nur 0,15 Sekunden verpasste Lisa Mamié die Teilnahme am Final der besten acht vom Dienstag. Zwar ging sie im Halbfinal die ersten 50 m drei Zehntel langsamer an als noch bei ihrem Rekord im WM-Vorlauf am Morgen. Dennoch senkte die Schwimmerin der Limmat Sharks Zürich in 1:07,11 ihre nationale Bestmarke gleich nochmals um 19 Hundertstel.

Dies reichte Mamié, die ihren Landesrekord über 100 m Brust seit Anfang März schon fünfmal verbessert hat, in der Endabrechnung zum 11. Platz. Schade einzig, dass die Schweizerin die A-Limite für die Sommerspiele 2020 in Tokio (Olympic Qualifying Time) um vier Hundertstel verpasste.

Schnellste im Halbfinal war die Russin Julia Jefimowa in 1:05,56, womit sie um einen Zehntel vor der amerikanischen Titelverteidigerin und Weltrekordhalterin Lilly King blieb.

Überraschung durch junge Kanadierin

Die Goldmedaillen am zweiten von acht Wettkampftagen der Beckenschwimmer gingen erwartungsgemäss an den Briten Adam Peaty (über 100 m Brust), der knapp über seinem Weltrekord vom Vortag blieb -, den Amerikaner Caeleb Dressel (50 m Delfin) und die Ungarin Katinka Hosszu (200 m Lagen).

Überraschend hingegen der Triumph der Kanadierin Margaret "Maggie" MacNeil. Die 19-Jährige aus London, Ontario, setzte sich über 100 m Delfin in 55,83 mit fast vier Zehnteln Vorsprung gegen Sarah Sjöström durch. Die Schwedin ist auf dieser Distanz Olympiasiegerin und vierfache Weltmeisterin.