Am Freitag hatte Lüthi die Bestzeit aufgestellt, tags darauf war er Zweiter und am Schlusstag - als die besten Bedingungen herrschten - reihte er sich als Vierter ein. Der 24-jährige Berner fährt in der zweitgrössten WM-Kategorie, in welcher alle Fahrer über die gleichen 600-ccm-Motoren von Honda verfügen, neu mit einem Fahrwerk von Eskil Suter. Der Zürcher Ex-Rennfahrer rüstet wie in der vergangenen Saison am meisten Moto2-Fahrer aus.

Den besten Eindruck über die gesamten drei Testtage hinterliess Stefan Bradl (Kalex). Der Deutsche liess sich auf dem Circuit in Andalusien am Sonntag die absolute Bestzeit notieren. In seiner schnellsten Runde büsste Lüthi rund sieben Zehntel auf Bradl ein.

Im breiten Mittelfeld zu finden sind die zwei weiteren Schweizer in der Moto2-Klasse. Neuling Randy Krummenacher, der wie Bradl auf einer Kalex fährt, verbesserte sich von Tag zu Tag in Riesenschritten. Der Zürcher war bis am Sonntagabend noch um rund 1,5 Sekunden pro Runde langsamer als Bradl. Auch für Dominique Aegerter (Suter) galt es, sich (wieder) ans Limit heranzutasten. Der Berner war vor einigen Wochen bei Tests in Valencia bei sehr hohem Tempo gestürzt. In Jerez blieb Aegerter am Sonntag rund 1,7 Sekunden über Bradls Rundenbestzeit.

Jerez (Sp). Offizielle Testfahrten. Moto2: 1. Stefan Bradl (De), Kalex, 1:42,697. 2. Marc Marquez (Sp), Suter, 0,283 zurück. 3. Yuki Takahashi (Jap), Moriwaki, 0,641. 4. Tom Lüthi (Sz), Suter, 0,738. Ferner: 13. Randy Krummenacher (Sz), Kalex, 1,506. 16. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 1,681. - 38 Fahrer im Training.