Da die Schweizer gegen Kroatien quasi mit dem letzten Aufgebot antraten und unter Woche nebst zwei Partien in der EM-Barrage gegen Estland auch viel Reisestress hatten, verdient die Leistung gegen den EM-Vierten vom Januar Anerkennung. Es wäre gar noch ein besseres Resultat möglich gewesen, hätte die SHV-Auswahl nicht drei Penaltys verschossen und auch sonst einige Topchancen ausgelassen. Nebst der Müdigkeit hatte dies auch mit Unerfahrenheit zu tun.

Zum Gewinner des Wochenendes aus Schweizer Sicht avancierte Torhüter Andreas Portmann, der eigentlich die Nummer 3 ist. Der Keeper von Kriens-Luzern wehrte gegen Kroatien in 30 Minuten zehn Schüsse ab - eine sehr gute Quote. Bereits am Vortag bei der 25:36-Niederlage gegen Weltmeister Spanien war er ein Aktivposten gewesen. Positiv war auch der Auftritt von Roman Sidorowicz, der sein drittes Länderspiel bestritt. Der 22-jährige Regisseur von GC Amicitia zeigte in Abwesenheit des geschonten Andy Schmid gute Ansätze und erzielte vier Tore. Zum besten Werfer der Gastgeber avancierte Lukas von Deschwanden mit sechs Treffern. Der Thuner Aufbauer spielte aber zu wenig konstant.

Turniersieger wurde Spanien, das im Final Schweden mit 25:24 bezwang.