Statt dem geforderten 16. Rang erreichten die Schweizer nur den 17. Platz. Nach einem langen Tag des bangen Wartens hatte sich im Toyko Metropolitan Gymnasium alles auf eine Frage reduziert: Reiht sich Weissrussland, der einzige direkte Konkurrent in der letzten Abteilung, vor oder hinter der Schweiz ein? Die Osteuropäer, 2010 in Rotterdam noch unmittelbar hinter den Schweizern auf dem 16. Platz klassiert, schnitten dieses Mal besser ab - um 1,29 Punkte.

Die Nationen in den WM-Rängen 9 bis 16 kämpfen im Januar an einem Testwettkampf in der Olympia-Halle um vier weitere Startplätze für die Olympischen Spiele in London. Der Schweizerische Turnverband kann lediglich zwei Einzelturner einen Quotenplatz unter sich ausmachen lassen.

Immerhin ein Schweizer konnte sich in Tokio halbwegs freuen. Pascal Bucher qualifizierte sich als 24. gerade noch für den Mehrkampf-Final vom Freitag. Seine Reserve betrug 0,09 Punkte. Bucher profitierte davon, dass China nur einen Turner an allen sechs Geräten antreten liess.

Das Team hatte nach einem missglückten Wettkampf mit einer Fehlerorgie am Pauschenpferd und dem Kreuzbandriss von Daniel Groves am Sprung am Sonntagabend im Zwischenklassement nach vier von acht Abteilungen den 9. Platz eingenommen. Tags darauf zogen jene sieben Nationen, die schon 2010 besser waren, an den Schweizern vorbei. Das gelang zum Leidwesen der Schweizer auch noch den Weissrussen. Rang 16 war das Minimalziel gewesen, der Verband hatte sich von seinen Turnern sogar den 12. Rang erhofft.