Der Hürdensprinter unterbot über 60 m Hürden in 7,73 Sekunden die Limite für die EM in Turin um sieben Hundertstelsekunden.

Gleichzeitig verbesserte der Läufer vom LC Brühl St. Gallen seine persönliche Bestleistung um eine Hundertstelsekunde. Die EM-Limite (7,80) unterbot Kundert erstmals im Vorlauf; die Zeit von 7,73 Sekunden realisierte der 24-Jährige im Final. Für Kundert war es der erste Ernstkampf seit über einem halben Jahr: Die Olympischen Spiele in Peking hatte er krankheitsbedingt verpasst, im Dezember musste er sich einer Knie-Arthroskopie unterziehen.

Weniger gut lief es 60-m-Sprinter Andreas Baumann (LC Zürich), der in 6,80 Sekunden einen Zehntel über der EM-Limite blieb. Weitspringer Julien Fivaz (CA Genève) kam auf 7,72 m und verpasste die EM-Limite um 13 Zentimeter.

Bei den Frauen stellte die erst 16-jährige Mujinga Kambundji (ST Bern) über 60 m in 7,55 Sekunden einen Schweizer U18-Rekord auf. Später lief das Berner Nachwuchs-Talent mit kongolesischen Wurzeln über 200 m in 24,75 Sekunden zudem eine Schweizer Saison-Bestleistung.