China

Kommunisten wollen Liverpool übernehmen

Die Liverpool Fans müssen sich in Zukunft wohl an einen neuen Besitzer gewöhnen.

Die legendäre Fan-Kurve

Die Liverpool Fans müssen sich in Zukunft wohl an einen neuen Besitzer gewöhnen.

Liverpool steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Deshalb wollen die bisherigen Besitzer den britischen Traditionsverein abstossen. Nun scheint ein erster exotischer Investor beim Club angeklopft zu haben.

Der Ausverkauf im englischen Klubfussball geht weiter. Jetzt will die chinesische Zentralregierung den Traditionsverein FC Liverpool übernehmen. Konkret soll die China Investment Corporation - welche für die chinesische Regierung im Ausland investiert - laut der «Times» offiziell ihr Interesse am finanziell angeschlagenen Club angemeldet haben.

Dabei soll der chinesische Geschäftsmann und Milliardär Kenny Huang das Angebot lanciert haben. Dem Milliardär werden exzellente Kontakte zur kommunistischen Regierung in Peking nachgesagt. Huang selbst bezeichnet Huang den Medienbericht als «reine Spekulation».

Neben den Kommunisten scheinen auch ein Investor aus Kuwait und eine amerikanische Private-Equite-Group seine Fühler nach Liverpool ausgestreckt zu haben.

Banken wollen ihr Geld zurück

Grund für den Wirbel um Liverpool ist die Tatsache, dass die bisherigen US-Eigentümer Tom Hicks und George Gillett Junior den Club verkaufen will. Anfang 2007 hatten die beiden den Verein für 210 Millionen Euro erworben. Heute steht Liverpool bei der Royal Bank of Scotland und der Bank Wachovia mit 286 Millionen Euro in der Kreide.

Darüber hinaus hat sich die Finanzkrise bei Liverpool noch weiter verschärft, weil sich Liverpool zum ersten Mal seit Jahren nicht für die Champions League qualifizieren konnte. Aktuell kämpft Liverpool um die Qualifikation für die Europa League - ehemaliger UEFA-Cup.

In Zuge dessen drängen nun die beiden Finanzinstitute darauf, dass Liverpool so schnell wie möglich 120 Millionen Euro dieses Schuldenbergs zurückbezahlen soll.

Damit wird es zunehmend unrealistisch, dass Hicks und Gillett den geforderten Verkaufspreis von 600 Millionen Euro bekommen werden.(muv)

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