Schwingerkönig Matthias Sempach gewann ein Jahr nach dem Eidgenössischen auch den Kilchberger Schwinget. Im Schlussgang warfSempach den Innerschweizer Philipp Laimbacher schon nach fünf Sekunden mit dem "Sempach-Spezial" ins Sägemehl.

Mit dem Sieg in Kilchberg reiht sich Matthias Sempach, der 28-jährige Landwirt und Metzger aus Alchenstorf, endgültig in die Reihen der allergrössten Schwinger ein. Er triumphierte erst als zweiter amtierender Schwingerkönig am "Revanche-Fest" am Zürichsee, der erste war Ernst Schläpfer vor 30 Jahren. Ein Unentschieden hätte Sempach zum Festsieg ausgereicht. Dennoch suchte er sofort nach Kampfbeginn die Offensive. Und er reüssierte mit dem "Sempach-Spezial", seiner eigenen Interpretation eines Brienzers. Schon im fünften Gang gegen Christian Schuler, wie Philipp Laimbacher ein Innerschweizer, hatte Sempach die Entscheidung zu seinen Gunsten in den allerersten Sekunden realisiert und so den Gegner offensichtlich überrascht und düpiert.

Derweil Schuler wegen des Blitzangriffs im fünften Gang noch haderte, anerkannte Philipp Laimbacher die Überlegenheit des Gegners sofort. Für Matthias Sempach selber grenzte es hingegen an ein Wunder, dass er das Fest gewinnen konnte. "Es ist irgendwie verrückt", so Sempach, denn "es ist mir in der Woche vor dem Fest ganz und gar nicht gut gegangen".Sempach hatte nicht damit gerechnet, dass er um den Sieg würde mitschwingen können. Er hatte letzte Woche drei Trainings auslassen müssen, seine Probleme aber auch vor seinen Trainingskollegen geheimgehalten. Matthias Sempach: "Ich bin eigentlich ein positiver Mensch. Aber als ich wegen des Heuschnupfens flach lag, war ich doch skeptisch. Jetzt ist die Rechnung aber doch noch perfekt aufgegangen. Ein grossartiger Triumph für mich!"

Und ein verdienter Erfolg zugleich – denn Sempach Matthias beherrscht die Schwinger-Szene seit drei Jahren. Die offizielle Jahreswertung gewann Sempach zum dritten Mal hintereinander. Seit Sieg stand schon vor Festbeginn fest, weil Kilian Wenger, der Sempach noch hätte überholen können, am Samstag wegen Rückenproblemen hatte Forfait erklären müssen. Sempachs gesundheitlichen Probleme waren spätestens nach dem passiven ersten Gang (Remis gegen Andreas Ulrich) weggesteckt. In den nächsten fünf Gängen holte Sempach gegen Benji von Ah, Philipp Laimbacher, Urs Abderhalden, Christian Schuler und nochmals Laimbacher stets die Maximalnote.

Nicht nur Sempach, sondern (fast) alle Berner Schwinger drückten dem Fest den Stempel auf. Die Berner hatten die Schwinger-Saison noch deutlicher dominiert als in den Vorjahren. Und diese Überlegenheit kam auch in Kilchberg wieder markant und ab dem ersten Gang zum Ausdruck. Schon nach dem Anschwingen (erste zwei Gänge) lagen elf Berner auf den ersten 16 Plätzen, obwohl Kilian Wenger fehlte und sowohl Matthias Sempach (unentschieden gegen Andreas Ulrich) wie Christian Stucki (unentschieden gegen Daniel Bösch) der Auftakt nicht wunschgemäss gelungen war. Stucki, der Sieger in Kilchberg von 2008, fiel mit zwei Gestellten sogar noch vor dem Mittagessen aus der Entscheidung.

Aber die Berner sind in der Lage, Ausfälle wie jenen von Kilian Wenger ohne ein Wort des Klagens wegzustecken. Gleich zwei andere Berner Oberländer sprangen in die Bresche. Beispielsweise der 26-jährige Sigriswiler Bernhard Kämpf. Kämpf gewann bislang erst ein einziges Fest, das Oberländische vor einem Jahr in Gstaad ex-aequo mit Kilian Wenger. Auf der Rigi belegte er vor einem Jahr ausserdem den zweiten Platz. Am Sonntag hätte er den Kilchberger gewonnen, wenn Sempach den Gegner im Schlussgang stehen gelassen hätte. Der andere Oberländer, der gross auftrumpfte, war der 29-jährige Thuner Matthias Siegenthaler. Der gewann die ersten drei Gänge und warf im vierten Gang auch Christian Schuler platt auf den Rücken – nur übersahen das die Kampfrichter. Ein paar Züge später lag dann Siegenthaler im Sägemehl. Dieser Schiedsrichterfehler kostete Siegenthaler die Schlussgangqualifikation. In Kilchberg wird jeweils ein Schönschwingerpreis vergeben. Der geht in der Regel an den Schlussgangverlierer (Philipp Laimbacher). Diesmal wurde aber Siegenthaler ausgezeichnet, wohl als Entschädigung dafür, dass ihm der Sieg gegen Schuler nicht gegeben worden war.

Auch wegen des Entscheids im vierten Gang gegen Siegenthaler kam nach dem Mittagessen kurz etwas Sand ins Berner Schwinger-Getriebe. Und überraschenderweise waren es die Innerschweizer, welche die Berner herausfordern konnten. Noch nie vorher waren die Zentralschweizer mit so geringen Erwartungen an ein Fest mit eidgenössischem Charakter angereist. Am Ende schnuppeten indessen Christian Schuler (Leader nach vier Gängen) und Philipp Laimbacher (Schlussgangteilnehmer) am Sieg und auch Adrian Laimbacher und Benji von Ah schwangen bis zuletzt um die vordersten Plätze mit. Die übrigen Teilverbände fingen hingegen arge Pleiten ein. Daniel Bösch, fünffacher Saisonsieger aus der Nordostschweiz, beendete das Fest zwar im dritten Rang, besass aber schon beim Mittagessen nach einem Gestellten (gegen Stucki) und einer Niederlage (gegen Siegenthaler) keine Siegchance mehr.

Wiederholt kritisiert wurden in Kilchberg die Einteilungen des Wettkampfgerichts unter dem Vorsitz von Samuel Feller, dem TK-Chef des Schwingerverbandes und ehemaligen Technischen Leiter des Berner Verbandes. Die Vorwürfe an Feller: insbesondere im ersten Gang sei für die Berner günstig eingeteilt worden (Wenger, Sempach, Gnägi), später überraschte es, dass schon im dritten Gang mit Remo Käser und Bodenspezialist Willy Graber zwei Berner zusammengreifen mussten. Zwar stellten die Berner nach dem Anschwingen elf Akteure unter den ersten 16 Akteuren, dennoch hätte sich in diesem frühen Stadium des Festes das Direktduell noch verhindern lassen. Womöglich wollte Feller bei seinem eidgenössischen Einteilungs-Debüt aber einfach nur einen Rekord aufstellen.

Schlussrangliste:

1. Matthias Sempach (Alchenstorf) 58.75.

2. Bernhard Kämpf (Sigriswil) 57.75.

3. Daniel Bösch (Sirnach) und Florian Gnägi (Aarberg) je 57,25.

4. Willy Graber (Bolligen) und Marcel Kuster (Appenzell) je 57.00.

5. Philipp Laimbacher (Sattel) 56.75.

6. Simon Anderegg (Unterbach BE), Christian Schuler (Rothenturm), Thomas Sempach (Heimenschwand) und Matthias Siegenthaler (Thun) je 56.50.

7. Christian Stucki (Lyss), Andreas Ulrich (Gersau) und Benji von Ah (Giswil) je 56.25.

Ferner:

10. u.a. Christoph Bieri (Untersiggenthal) und Bruni Gisler (Rumisberg) je 55.25.

15. Roger Erb (Metzerlen) 54.00

17. u.a. Remo Stalder (Mümliswil) 45.00

Nach vier Gängen ausgeschieden:

20. u.a. David Schmid (Wittnau) 35.50.

21. u.a. Henryc Thoenen (Binningen) 35.25.

Nach drei Gängen aufgegeben:

Mario Thürig (Möriken)

 Der Tag zum Nachlesen:

16:57: Matthias Sempach gewinnt nach fünf Sekunden!!!

16:56: Der Schlussgang über 15 Minuten zwischen Matthias Sempach und Philipp Laimbacher beginnt.

16:43: Der Sigriswiler Bernhard Kämpf ist definitiv die Überraschung des Tages. Er gewinnt gegen Christian Schuler mit einer 10 und kann das Fest noch immer gewinnen.

16:41: Im zweitletzten Kampf des Tages geht es unter Umständen um den Tagessieg, denn Christian Schuler und Bernhard Kämpf könnten den Kilchberger Schwinget noch gewinnen. 

16:35: Titelverteidiger Christian Stucki verabschiedet sich gegen Benji von Ah mit einem gestellten Kampf. Er darf sich nach seinem harzigen Start doch noch über einen Spitzenrang freuen.

16:32: Für den besten Nordwestschweizer, den Aargauer Christoph Bieri, setzt es nach zwei Siegen zum Abschluss gegen Simon Anderegg nochmals eine enttäuschende Niederlage ab. Er bleibt damit bester Nordwestschweizer, allerdings ist die Bilanz mehr als schwach. 

16:16: Daniel Bösch rettet die Ehre der Nordostschweizer und bezwingt im 6. Gang Königs-Cousin Thomas Sempach. Damit wird die Liste der möglichen Kilchberger-Sieger um einen Namen kürzer.

16:00: Bruno Gisler kämpft gegen den Berner Thomas Zaugg und bleibt nach dem Gestellten in der Rangliste hinter seinem Gegner. 

15:56: Der Baselbieter Roger Erb beschliesst den Wettkampf mit der dritten Niederlage in Folge - gegen den starken Berner Matthias Glarner.

15:50: Philipp Laimbacher darf im Schlussgang nochmals gegen den König an die Säcke.

15:25: Laimbacher und Schuler haben beide heute bereits einmal gegen Matthias Sempach verloren. Die Wahl fällt also schwer. 

15:23: Kein Sieger bei Siegenthaler gegen von Ah. Nachdem das Kampfgericht Matthias Siegenthaler die Schlussgang-Teilnahe "stahl", ist es jetzt betreffend Innerschweizer Sempach-Gegner gefordert.

15:21: Matthias Siegenthaler hätte die Teilnahme aufgrund des Fehlurteils gegen ihn verdient. Doch auch von Ah mobilisiert nochmals all seine Kräfte. Bald ist Schluss und beide draussen.

15:20: Gibt es in diesem Kampf keinen Sieger, dann kommt entweder Christian Schuler oder Philipp Laimbacher für den Schlussgang in die Kränze.

15:15: Gesucht wird noch der Schlussgang-Antipode von König Sempach. Im Duell Matthias Siegenthaler gegen Benji von Ah kann der Entscheid fallen.

15:12: Matthias Sempach "spielt" Hawk-Eye und korrigiert die Fehlentscheidung des Kampfgerichts im vorherigen Kampf von Schuler gegen Siegenthaler. Sempach steht wohl im Schlussgang. 

15:11: Jetzt geht es für den Führenden, den Innerschweizer Christian Schuler, um die Schlussgang-Teilnahme. Er muss sich gegen Schwingerkönig Matthias Sempach beweisen.

15:09: Die Innerschweizer sind weiter top. Philipp Laimbacher bezwingt Florian Gnägi und schliesst in der Rangliste zum Berner auf.

15:06: Der Baselbieter Roger Erb kann seine gute Leistung des Morgens am Nachmittag nicht bestätigen. Gegen den Luzerner Hansjörg Gloggner kassiert er die zweite Niederlage in Folge.

15:01: Der Mümliswiler Remo Stalder muss nach einem Sieg im vierten Gang eine weitere Niederlage verkraften. Er zieht gegen den Schaffhauser Pascal Gurtner den Kürzeren.

14:59: Auch Christoph Bieri gewinnt im fünften Gang erneut. Er lässt dem angeschlagenen Stefan Burkhalter keine Chance.

14:56: Der Solothurner Bruno Gisler fängt sich und bezwingt den Ostschweizer Beni Notz.

14:54: Willy Graber trifft zum zweiten Mal (nach Remo Käser) auf einen Berner Teamkollegen. Gegen Thomas Sempach verliert er zum zweiten Mal in Folge und verabschiedet sich damit definitiv von der absoluten Spitze.

14:49: Der erstplatzierte Christian Schuler trifft im fünften Gang auf Schwingerkönig Matthias Sempach.

14:20: Auch Schwingerkönig Matthias Sempach bleibt dran. Er bezwingt Urs Abderhalden und schickt damit die letzte Ostschweizer Hoffnung aus dem Schlussgang-Rennen.

14:18: Mario Thürig muss aufgrund einer Knieverletzung den Wettkampf abbrechen. Es ist nicht der Tag der Aargauer Schwinger.

14:16: Braucht es im Schwingen Hawk-Eye wie im Tennis!

14:15: Jetzt haben wir die Polemik: Christian Schuler gewinnt den Kampf, den er eigentlich bereits verloren hat. Das wird zu reden geben.

14:12: Matthias Siegenthaler legt Christian Schuler im Spitzenkampf auf den Rücken. Das Resultat zählt aber nicht. Fehlentscheid des Kampfrichters!

14:09: Rückschlag für die Berner: Willy Graber kassiert gegen den Innerschweizer Benji von Ah die erste Niederlage und wird nicht im ersten Rang geführt werden.

14:04: Der Berner Oberländer Bernhard Kämpf holt sich im vierten Gang eine Zehn und bleibt damit Anwärter auf die Schlussgang-Teilnahme.

13:59: Auch Bruno Gislers Bilanz steht neu bei 2 Siegen und 2 Niederlagen. Er hat gegen Christian Stucki keine Chance.

13:56: Der Baselbieter Roger Erb verabschiedet sich ebenfalls von seinem Spitzenplatz. Er war nach drei Gängen im dritten Rang klassiert. Aber der Berner Florian Gnägi blieb die erwartet (zu) hohe Hürde.

13:46: Und wieder eine Nordwestschweizer Niederlage: Der Fricktaler David Schmid unterliegt dem Zuger Bruno Müller. Es ist seine zweite Niederlage an diesem Tag.

13:42: Der Binninger Henryc Thoenen muss beim vierten Anlauf die dritte Niederlage hinnehmen, geen den Berner Beat Wampfler.

13:36: Der Mümliswiler Remo Stalder feiert im vierten Gang seinen zweiten Sieg - gegen den Waadtländer Pascal Piemontesi. 

13:21: Der Röschtigraben im Schwingen findet im vierten Gang seine Fortsetzung. Die Schwinger der Südwestschweiz reihen eine Niederlage an die andere.

13:04: Um 13.15 Uhr geht der Kilchberger Schwinget weiter.  Die drei Führenden wurden wie folgt eingeteilt: Christian Schuler trifft im absoluten Spitzenkampf auf Matthias Siegenthaler. Willy Graber bekommt es mit dem Innerschweizer Benji von Ah zu tun. Daneben duelliert sich Schwingerkönig Matthias Sempach mit dem Ostschweizer Urs Abderhalden.

11:58: Auch für den amtierenden Schwingerkönig sieht es lange schlecht aus. Erst in der letzten Minute bezwingt er den zuvor noch ungeschlagenen Innerschweizer Philipp Laimbacher.

11:56: Der angeschlagene Mario Thürig stellt mit dem 17-jährigen Sörenberger Joel Wicki. Damit kommt nach drei Gängen von den Nordwestschweizern höchstens noch Bruno Gisler für einen absoluten Top-Platz in frage.

11:49: Der Titelverteidiger Christian Stucki ist aus dem Rennen. Er stellt gegen den Innerschweizer Reto Nötzli. Mit zwei Gestellten ist Stuckis Rennen um den Sieg wohl gelaufen.

11:42: Bereits im dritten Gang müssen mit Remo Käser und Willy Graber zwei Berner gegeneinander antreten. Graber behält im Duell der beiden zuvor Ungeschlagenen die Oberhand.

11:38: Schlechte Nachrichten für die Nordwestschweizer: Der Solothurner Remo Stalder verliert auch seinen dritten Kampf, Mario Thürig muss seinen Kampf gegen den jungen Joel Wicki verletzungsbedingt unterbrechen.

11:35: Ein Innerschweizer bietet den Bernern Paroli: Turban-Träger Christian Schuler bringt Thomas Sempach die erste Niederlage bei.

11:32: Der 40-jährige Stefan Burkhalter verlängert seinen Heldenstatus und zwingt den Berner Mitfavoriten Matthias Glarner zu einem Gestellten. Damit ist mit Glarner der erste "grosse" Berner weg vom Fenster.

11:27: Die Berner bleiben an der Macht: Matthias Siegenthaler beendet mit seinem dritten Sieg die Ambitionen des Ostschweizers Daniel Bösch.

11:21: Es ist nicht der Tag von Christoph Bieri. Der Aargauer muss nach seiner Auftaktniederlage im dritten Gang erneut einen Rückschlag hinnehmen: Gestellter gegen den Innerschweizer Martin Zimmermann.

11:13: Der Nordwestschweizer Bruno Gisler gewinnt seinen dritten Kampf gegen den jungen Bündner Armon Orlik. 

11:08: Zwischenstand nach zwei Gängen: 1. Willy Graber, Remo Käser, Schuler Christian, Thomas Sempach und Matthias Siegenthaler mit je 19.75. 2. Philipp Laimbacher, Beni Notz und Thomas Zaugg je 19.50. 3. Benhard Kämpf 19.00. 4. Daniel Bösch, Matthias Glarner, Florian Gnägi, Armon Orlik, Philipp Reusser, Matthias Sempach, Christian Stucki, mit je 18.75.

10:51: Erster Sieg für den Aargauer David Schmid. Natürlich gegen einen Südwestschweizer: Der Fribourger Thomas Glauser fährt gegen Schmid seine dritte Niederlage ein.

10:46: Nach zwei Gängen stehen acht Schwinger mit weisser Weste da: Fünf Berner, zwei Innerschweizer und ein Ostschweizer.

10:43: Die Bilanz der Nordwestschweizer nach zwei Gängen: Sieben Niederlagen, ein Gestellter, sechs Siege - kein Schwinger mit zwei Erfolgen.

10:41: Auch der Schwingerkönig ist back! Matthias Sempach bezwingt in seinem zweiten Kampf den Innerschweizer Benji von Ah mit einer 10.

10:40: Die Nordwestschweizer brillieren weiterhin nicht. Der Binninger Henryc Thoenen verliert im dritten Gang gegen den zuvor sieglosen Innerschweizer Marcel Mathis.

10:37: Auch Christian Stucki zeigt, dass er sich nach dem Gestellten zum Auftakt noch nicht abschreiben lässt. Er kämpft gegen den Appenzeller Bless sehr offensiv und holt sich die Maximalnote.

10:35: Für die ersten Schwinger beginnt bereits der dritte Kampf. Nachher geht es in die verdiente Mittagspause. Die Bratwurst wartet.

10:34: Dank Beni Notz haben jetzt auch die Nordostschweizer einen in zwei Kämpfen unbesiegten Schwinger.

10:33: Die Nordwestschweizer müssen unten durch. Für den Solothurner Remo Stalder und den Baselbieter Roger Erb setzt es nach den beiden Auftaktsiegen im zweiten Gang Niederlagen ab.

10:27: Mit Philipp Laimbacher ist nun auch ein Innerschweizer nach zwei Gängen noch ungeschlagen. Kann er sich der Berner Armada entgegenstellen?

10:24: Der 40-jährige Ostschweizer Stefan Burkhalter steht nach seiner Adduktoren-Verletzung zwar praktisch nur noch auf einem Bein, schlägt aber Hansjörg Gloggner trotzdem. Was für ein heldenhafter Kampf unter grossen Schmerzen. So entstehen Schwinger-Legenden.

11:19: Mit Willy Graber ist der fünfte Berner bei zwei Siegen angelangt.

11:16: Rückschlag für den Solothurner Bruno Gisler. Er muss sich dem Innerschweizer Aushängeschild Christian Schuler geschlagen geben. Schuler lässt sich auch von seiner Platzwunde an der Stirn nicht irritieren. Diese wurde zwischen den beiden Gängen genäht, Schuler tritt nun mit Kopfverband an.

10:15: Mit Remo Käser, Thomas Sempach, Matthias Siegenthaler und Thomas Zaugg haben gleich vier Berner bereits zwei Siege auf dem Konto.

10:04: Auch Christoph Bieri reagiert auf die Niederlage und bezwingt den Innerschweizer Marcel Mathis.

9:59: Unsere Sympathien gelten den Südwestschweizer Schwingern. Acht Einsätze - sieben Niederlagen, ein Gestellter. Hopp Westschweiz!

9:56: Der Binninger Henryc Thoenen feiert im zweiten Kampf den ersten Sieg.

9:48: Der Fricktaler David Schmid muss nach der Niederlage im ersten Gang auch beim zweiten Auftritt - gegen den Waadtländer Pascal Piemontesi - mit einem Gestellten vorlieb nehmen.

9:40: Der Möriker Mario Thürig startet zum Comeback und macht kurzen Prozess mit dem Innerschweizer Melk Britschgi.

9:39: Mit Remo Käser hat der erste Schwinger zwei Siege auf dem Notenblatt - natürlich ein Berner.

9:34: Es sieht so aus, als müsste neben Kilian Wenger mit Nöldi Forrer ein weiterer Schwingerkönig die Segel streichen. Er hat sich im Kampf gegen Matthias Glarner an den Adduktoren verletzt.

9:30: René Suppiger heisst der erste Sieger des zweiten Ganges. Der Surseer zeigt damit eine Reaktion auf seinen verlorenen Auftaktkampf.

9:29: Auch Matthias Sempach muss im Duell gegen den Gersauer Andreas Ulrich stellen. Damit wird Ulrich seinem Ruf als "Riesentöter" - zumindest halbwegs - gerecht. 

9:21: Stucki und Bösch zeigen einen animierten Kampf, müssen sich aber mit einem Gestellten zufrieden geben.

9:13: Jetzt kommt der Titelverteidiger: Christian Stucki trifft auf Unspunnen-Schwinger Dani Bösch - dies Paarung gab es bei einem so wichtigen Fest noch nie.

9:11: Die Bilanz der Nordwestschweizer im ersten Gang: Drei Siege (Gisler, Erb und Stalder) stehen vier Niederlagen (Thürig, Bieri, Schmid und Thoenen) gegenüber.

9:08: Wie Thürig verliert auch Bieri. Ein Aargauer Sieg am Kilchberger Schwinget rückt in weite Ferne. Aber war er überhaupt einmal in der Nähe?

9:06: Jetzt steht Marcel Bieri, der Aargauer Trumpf, auf dem Sagmehl-Ring. Er bekommt es wie zum Auftakt des Eidgenössischen im letzten Jahr mit Philipp Laimbacher zu tun. Immerhin darf er sich bei seinem Kampf noch etwas urchige Musik des Glarner Chörlis anhören. Ober er für diese Töne Muse hat?

9:02: Zwei weitere Top-Schwinger bringen sich mit einem Gestellten zum Auftakt in Zugzwang: Nöldi Forrer und Matthias Glarner scheinen sich beim Abnützungskampf auch weh getan zu haben.

8:58: Mit Florian Gnägi stellt ein Berner Mitfavorit gegen Reto Nötzli, den Sieger des Innschweizer Verbandsfestes.

8:52: Die Solothurner im Hoch: Nach Bruno Gisler gewinnt auch der Mümliswiler Remo Stalder seinen ersten Kampf - gegen den Innerschweizer Lutz Scheuber. 

8:47: Thürig scheitert am starken Berner. Damit ist der Schwägalp-Sieger vorerst weg vom Fenster.

8:45: Das Quartett des Südwestschweizer Teilverbandes bestätigt sein Aussenseiter-Image. Zum Auftakt gibt es vier Niederlagen!

8:42: Mario Thürig, einer der beiden Aargauer Hoffnungsträger, trifft auf den Berner Oberländer Matthias Siegenthaler. Am Eidgenössischen vor einem Jahr stellten die beiden. 

8:39: Der Innerschweizer Mitfavorit Christian Schuler bezwingt den 40-jährigen Ostschweizer Oldie Stefan Burkhalter mit Plattwurf. Doch die beiden stossen mit den Köpfen zusammen. Burkhalter verdreht sich den Fuss und hinkt vom Platz. Schuler blutet ziemlich stark aus einer Wunde am Kopf.

8:37: Der Baselbieter Henryc Thoenen verliert seinen Auftaktkampf gegen den den Luzerner Sven Schurtenberger

8:32: Bruno Gisler glückt der Auftakt mit einem Sieg am Boden: 9.75

8:27: Nun folgen die zwei ersten Hochkaräter: Bruno Gisler trifft auf auf den Innerschweizer Adrian Laimbacher.

8:25: Der erste Berner, der nicht gewinnt: Simon Anderegg stellt mit dem routinierten, 31-jährigen Ostschweizer Urban Götte.

8:22: Der erste Sieg eines Nordwestschweizers: Der Baselbieter Roger Erb bezwingt den Waadtländer Pascal Piemontesi - einen von nur vier Schwinger des Südostschweizer Verbandes.

8:16: Der einzige Bündner am Kilchberger Schwinget, der Maienfelder Armon Orlik, muss mit einem Gestellten Vorlieb nehmen. Der körperlich unterlegene Innerschweizer Melk Britschgi erweist sich als der erwartet zähe Gegner.

8:12: Mit Philipp Reusser gewinnt wieder ein Berner Talent seinen ersten Kampf. Die "Mutzen" sind am Sonntagmorgen hellwach.

8:08: Der erste Aargauer im Sägmehl: Der 24-jährige Fricktaler David Schmid unterliegt dem grossen Innerschweizer Talent Joel Wicki. Die jungen Wilden sind in Form.

8:07: Remo Käser, der Sohn des ehemaligen Schwingerkönigs Adrian Käser, gewinnt gegen den Südostschweizer Christoph Overney. Damit glückt den Bernern der Auftakt wieder einmal perfekt!

8:05: Der jüngste Schwinger im Feld, der 16-jährige Toggenburger Samuel Giger, verletzt sich leicht im ersten Gang gegen den Berner Matthias Aeschbacher und verliert den Auftakt. Damit glückt einem der stärksten Nicht-Eidgenossen im Feld der Auftakt. 

7:55: Geschwungen wird in den sechs Gängen auf "nur" zwei Plätzen.

7:45: Im 60-köpfigen Teilnehmerfeld gab es noch zwei Änderungen: Für den verletzten Kilian Wenger rückte der Emmentaler Beat Salzmann nach, für den grippe-kranken Innerschweizer Alexander Vonlaufen schwingt heute Bruno Nötzli.

7:35: Nach den beiden Schweizer Tennis-Niederlagen in der Nacht in New York freuen wir uns nun auf den Kilchberger Schwinget. Denn beim heutigen Schwingen sind die Chancen, dass ein Schweizer gewinnt, mathematisch doppelt so hoch wie gestern bei den Tennis-Duellen.

Das Anschwingen beginnt um 8.00 Uhr

Es tickert für Sie Rainer Sommerhalder

Schwingen Live-Ticker: Kilchberger Schwinget