Europa-Spiele

Kocher verpasst Überraschung an Judo-EM

Fabienne Kocher verteidigt sich an der Judo-EM in Minsk lange Zeit gut (Archiv)

Fabienne Kocher verteidigt sich an der Judo-EM in Minsk lange Zeit gut (Archiv)

Die Schweiz startet verhalten in die Europa-Spiele in Minsk. Einer Überraschung am nächsten kommt Judoka Fabienne Kocher, die der Olympiasiegerin Majlinda Kelmendi einen harten Kampf liefert.

Im Judo-Wettkampf der Frauen, der als Europameisterschaften gewertet wird, verpasste Fabienne Kocher in der Kategorie bis 52 kg den Exploit. Die 26-jährige Judoka, nach den verletzungsbedingten Absagen von Teamleaderin Evelyne Tschopp (auch bis 52 kg) und Alina Lengweiler (70 kg) der letzte Schweizer Trumpf bei den Frauen, scheiterte in der 2. Runde an der Olympiasiegerin und späteren Europameisterin Kelmendi erst im Golden Score (Verlängerung).

Letztlich gab eine gegen Kocher ausgesprochene Strafe (Shido) den Ausschlag zu Gunsten der kosovarischen Konkurrentin, die in der 1. Runde von einem Freilos profitiert hatte. Für Kocher, die in der 1. Runde ihrerseits die Ungarin Reka Pupp erst im Golden Score bezwungen hatte, war es im zweiten Duell mit Kelmendi 2019 die zweite Niederlage. Allerdings zeigte sich die Schweizerin, anders als beim ersten Duell mit Kelmendi, diesmal auf Augenhöhe.

Keine Blösse zum Auftakt gab sich Tischtennis-Spielerin Rachel Moret. Nach einem Freilos in der Startrunde bezwang die siebenfache Schweizer Meisterin in der 2. Runde die Bosnierin Emina Hadziahmetovic klar mit 4:1. Am Sonntag trifft Moret im Kampf um einen möglichen Olympia-Startplatz in der 3. Runde auf die in China geborene Portugiesin Fu Ju. Gegen die 40-jährige EM-Zweite von 2016 geht die Waadtländerin als klare Aussenseiterin in die Partie.

Bei den Sportschützen verpassten die Schweizer Mixed-Teams Heidi Diethelm Gerber/Steve Demierre (Luftpistole 10 m/15. Rang) sowie Nina Christen/Christoph Dürr (Luftgewehr 10 m/25.) und Petra Lustenberger/Jan Lochbihler (Luftgewehr 10 m/33.) die Finals der besten acht.

Bei den Boxern verhinderte der Zürcher Ukë Smajli am Samstag einen Schweizer Blackout. Als einziger von drei Athleten von Swiss Olympic überstand der 26-Jährige die erste Runde und darf weiterhin auf eine EM-Medaille hoffen. Gegen den Georgier Giorgi Manjawidse siegte Smajli in der Klasse bis 81 kg nach Punkten (3:2). Für Jonathan Brunschweiler (TKO nach Handtuchwurf) und Angel Roque Vasquez (0:5 nach Punkten) endete der Wettkampf mit dem ersten Kampf, Tiago Pugno (bis 56 kg) steht am Montag erstmals im Einsatz.

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