Im Herbst 2009 hat die neue Klub-Leitung der Kloten Flyers festgestellt, dass die Lohnnebenkosten der Spieler in der Vergangenheit nicht korrekt erfasst und abgerechnet wurden. Daraufhin habe man eine externe Revisionsstelle eingeschaltet.

Diese habe herausgefunden, dass gewisse quellensteuerpflichtige und bei der Sozialversicherung beitragspflichtige Leistungen an ausländische Spieler ab 2004 nicht abgerechnet wurden. Die Klub- Leitung habe die Situation bereits bei den Steuerbehörden offengelegt und befasse sich gegenwärtig mit der Bereinigung der Situation, heisst es weiter.

Der Schaden belaufe sich auf über 1 Million Franken, heisst es in einer Mitteilung der EHC Kloten Sport AG. Die ganze Angelegenheit sei zwar «unerfreulich und zeitaufwändig», habe aber keinen Einfluss auf die sportliche Ausgangslage der Kloten Flyers.

Treffen vor dem Friedensrichter

Bevor man sich allenfalls vor Gericht sehe, gebe es «in Bälde ein Treffen vor dem Friedensrichter», sagte Roger Kuhn von der Geschäftsleitung der EHC Kloten Sport AG der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage. Eine Anzeige gegen den ehemaligen Besitzer und Verwaltungsratspräsidenten habe man noch nicht eingereicht.

Die neuen Besitzer seien jedoch der Ansicht, dass die Verantwortung für die in der Vergangenheit geschuldeten Quellensteuern zweifelsfrei beim früheren Besitzer liegen, so Kuhn. (SDA)