Die grössten Schweizer Hoffnungen für den Finaltag ruhen auf Heinzer, dem Sieger der letzten drei Austragungen, und auf Kauter, dem Weltranglisten-Ersten und Lokalmatadoren. Heinzer ist siebenfacher Weltcup-Turniersieger. Mit einem weiteren Erfolg würde er an seiner famosen Geschichte weiter schreiben und aufgrund der Anzahl seiner Weltcupsiege in die Gilde der erfolgreichsten Degenfechter aller Zeiten vorpreschen.

Heinzer würde zu Christoph Marik (Ö/nicht mehr im Weltcup aktiv), Ulrich Robeiri (Fr/aktiv) und Alfredo Rota (It/nicht mehr im Weltcup aktiv) aufschliessen. Sie alle haben zwischen 2003 und 2014 acht Weltcup-Turniere gewonnen. In Bern hat noch kein Fechter vor Heinzer nur schon dreimal in Folge gewinnen können. Heinzer sagt: "Ich bin nach der Operation am Fuss vom letzten November körperlich fast wieder topfit. Bis zur WM Ende Juli in Kasan werde ich meine Bestform erreichen." In der laufenden Saison reichte Heinzers Form bislang immerhin schon zu einem Triumph am Weltcup-Turnier in Tallinn und zwei Weltcupsiegen mit dem Team in Heidenheim (De) und am letzten Sonntag in Paris.

Fabian Kauter, der einzige dreifache Team-Europameister (2004, 2012 und 2013) und zweifache Einzel-WM-Medaillengewinner der Schweizer Fechtgeschichte (Bronze 2011 und 2013), will die PostFinance-Arena als grosse Bühne nicht überbewerten: "Es ist sicher sehr schön und grossartig, dass dies möglich gemacht wird. Ich hatte aber genauso meine Freude an der Wankdorf-Sporthalle. Der Rahmen ist für mich nicht so extrem bedeutsam."

Seit Ende März und seinem GP-Sieg in Vancouver, seinem zweiten Erfolg auf dieser Stufe nach jenem in Stockholm 2011, ist Fabian Kauter zum zweiten Mal nach 2012 Weltranglisten-Leader. 2012 bei der Olympia-Generalprobe in Buenos Aires hatte er das bislang einzige Schweizer Finalduell der Geschichte auf Stufe Weltcup zu seinen Gunsten entschieden (15:6).