Ein vergleichbarer Schweizer Coup liegt über 23 Jahre zurück. Im Endspiel trifft die Nummer 1 der Schweiz nun auf den Sieger des Duells Lemgo - Logroño. Nach der knappen Niederlage im Hinspiel, wo den Kadetten der Sieg erst in der Schlussphase entglitten war, drehte der Aussenseiter den Spiess nun um und rang den zweifachen Champions-League-Finalisten mit einem spektakulären Finish nieder.

Nach einem schwachen Start zur zweiten Hälfte waren die Schaffhauser temporär abgedriftet. Handewitt erhöhte bis zur 41. Minute auf 18:13. Dann drehten die Einheimischen auf. Mit elf perfekten Angriffen in Serie erzwangen sie die kaum mehr für möglich gehaltene Wende. Regisseur Kukucka mit vier Toren in den letzten 25 Minuten und der achtfache Skorer Manuel Liniger waren am wichtigsten Sieg einer Schweizer Klub-Equipe seit Amicitias Finalvorstoss im Cupsieger-Cup 1987 hauptbeteiligt.

Einen Sondereffort leistete auch der isändische Keeper der Schaffhauser. Björgvin Gustavsson trieb das norddeutsche Star-Ensemble mit 13 Paraden in der zweiten Hälfte zur Verzweiflung. Aus der Nahdistanz war der Goalie der Schaffhauser praktisch nicht mehr zu bezwingen. Selbst vom Penaltypunkt aus fanden die Gäste keinen Weg mehr an ihm vorbei.