"Der Entscheid ist gefallen, das ist mein letztes Jahr", sagte Hiller gegenüber dem "Journal du Jura". Somit geht 2020 eine grosse Karriere zu Ende. Der Appenzeller bestritt für die Anaheim Ducks und die Calgary Flames 437 Partien in der NHL und feierte 26 Shutouts. Im Jahr 2011 wurde er als zweiter Schweizer Spieler nach Mark Streit zum All-Star-Game eingeladen.

2016 kehrte Hiller in die Schweiz zurück und schloss sich dem EHC Biel an. Mit dem Routinier im Tor erreichten die Seeländer dreimal die Playoffs, in den vergangenen beiden Saisons qualifizierten sie sich für die Halbfinals. Zuvor war den Bielern letztmals 1990 der Sprung in die Top 4 gelungen. In diesem Jahr fehlte gar nur wenig zum Finaleinzug - im Halbfinal gegen Bern führten sie mit 3:2 Siegen.

Vor dem Engagement in Nordamerika war Hiller in der höchsten Schweizer Liga für Lausanne und Davos tätig. Mit den Bündnern gewann er 2002, 2005 und 2007 den Meistertitel. 2005 und 2007 wurde er zum besten Torhüter der National League (zuvor NLA) gewählt.

Hiller war auch im Nationalteam eine feste Grösse. Sein erstes Länderspiel bestritt er am 10. November 2005 gegen die Slowakei (4:2). Er hütete insgesamt 40 Mal das Tor der Schweiz, 29 Mal war er Ersatz. Er nahm dreimal an Olympischen Spielen teil und bestritt vier Weltmeisterschaften (jene 2006 in der Ersatzrolle). An den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gelangen ihm zwei Shutouts in Serie. Total waren es sieben im Nationaldress. Nach dem Achtelfinal-Out gegen Deutschland bei Olympia 2018 in Pyeongchang (1:2 n.V.) erklärte der zweifache Familienvater den Rücktritt aus der Nationalmannschaft. In einem Jahr ist nun endgültig Schluss.