Die Homestory, für die der schweizerisch-russische Doppelbürger mit dem wallenden Haar die "SI style" in seine Klause im Zürcher Seefeld geladen hat, liest sich wie eine Einladung für Einbrecher: In einer Ecke steht eine 1954 Les Paul von Gibson, auf den Regalen reihen sich Hasselblads und Leicas.

Seine Aktentasche hat einen Gegenwert von einer Woche Ferien auf Mallorca, für den Preis seiner Designer-Tagesdecke könnte man sich einen gebrauchten Kleinwagen kaufen, selbst seine Jasskarten sind von Hermès.

Während die teure Gibson vorerst nur für einsame Mitternachtskonzerte auf dem Balkon in Gebrauch ist - der 25-Jährige hat eine tolerante Nachbarschaft - soll die 55'000 Franken teure Fotoausrüstung eines Tages dem Erwerbsleben dienen: Um sich das Rüstzeug für seinen zweiten Traumberuf Modefotograf zu erwerben, hat "iPod" sich zum Studium der Kunstgeschichte eingeschrieben.