Olympische Spiele

IOC verliert Berufung gegen Urteil in Doping-Affäre um Russen

Freispruch durch das Bundesgericht bestätigt: Russlands Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow

Freispruch durch das Bundesgericht bestätigt: Russlands Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verliert die Berufung beim Bundesgericht gegen ein Urteil des Sportgerichtshofs (CAS) in der Staatsdoping-Affäre um russische Wintersportler.

Man sei sehr enttäuscht über das Urteil, hiess es in der Mitteilung des IOC vom Freitag. Das IOC hatte gegen den Freispruch des russischen Langlauf-Olympiasiegers Alexander Legkow durch den CAS vom 1. Februar beim Bundesgericht Protest eingelegt. Legkow stand exemplarisch für insgesamt 28 russische Wintersportler, die vom IOC lebenslang gesperrt und deren Medaillen aberkannt worden waren. Der CAS hatte seinerzeit nur elf IOC-Entscheidungen gegen russische Sportler bestätigt, die an den Olympischen Winterspielen in Sotschi teilgenommen hatten.

Vor allem die CAS-Begründung war für das IOC eine schwere Niederlage gewesen. Die Sportjuristen hatten die Sperren aus Mangel an Beweisen gekippt. Dem CAS erschien zu dürftig, was das IOC zusammengetragen hatte, bevor es die russischen Wintersportler von künftigen Olympischen Spielen ausgeschlossen hatte, weil die Athleten bei den Heim-Spielen in Sotschi 2014 von organisierten Manipulationen profitiert haben sollen.

Die Gründe für den Entscheid, den IOC-Einspruch zurückzuweisen, wurden noch nicht bekannt gegeben. Da die Fälle ähnlich sind, will das IOC in den verbleibenden 27 Fällen zunächst keine Rechtsmittel einlegen. "Das IOC behält sich jedoch das Recht vor, diese Fälle erneut zu eröffnen, falls neue Beweise vorliegen", hiess es in der Mitteilung.

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