Fussball-WM

Im Fussball sind wir eine Grossmacht

Die Schweiz hat nur 7,7 Millionen Einwohner. Doch bei der Anzahl Fussballer pro 100 000 Einwohner gibt es nur drei Nationen mit höheren Werten.

Benno Tuchschmid

Es ist geschafft! Die Schweiz jubelt! Wir, das kleine Fussballland Schweiz, fahren an die grosse Weltmeisterschaft in Südafrika. Wir, das kleine Fuss-ballland Schweiz? Bei genauerem Hinsehen wird klar: Die Schweiz ist alles andere als ein Fussballzwerg.

Diese Zeitung hat die besten 15 Fussballnationen (gemäss Fifa-Weltrangliste) verglichen - nicht nur die sportlichen Erfolge der Nationalmannschaften, sondern auch die Verankerung des Fussballs in der Bevölkerung und die Verbeitung der Klubs. Resultat: Die Schweiz spielt ganz oben mit.

Hohe Vereinsdichte

Vergleicht man zum Beispiel, wie viele lizenzierte Fussballer es pro 100 000 Einwohner gibt, dann liegen nur gerade Deutschland, Holland und Griechenland vor der Schweiz. Auch bei der Fussballklub-Dichte ist die Schweiz unter den Top Five. Von wegen kleines Fussballland.

Auch wenn man die Fussball-Schweiz ganz nüchtern nach sportlichen Kriterien bewertet, wird klar, dass in Europa nur gerade sieben Nationen erfolgreicher waren in den letzten fünf Jahren. Die Schweiz hat seit der Europameisterschaft in Portugal 2004 900 Minuten an Europa- und Weltmeisterschaften gespielt. Damit lassen wir zum Beispiel die Fussball-Grossmacht England hinter uns. Die WM in Südafrika ist die vierte grosse Meisterschaft, an der wir in Serie teilnehmen. Eine solche Konstanz weisen nicht viele Nationalteams auf.

Heissblütige Nati-Fans

Zu einer Fussballnation gehören fanatische Fans. Und die hat die Schweiz. Und das, obwohl die Schweizer nicht gerade als heissblütig und leidenschaftlich gelten. 135 600 Zuschauer haben die Nati in ihren Heimspielen während der Qualifikation für Südafrika unterstützt. Sie verwandelten die Stadien mit ihren Flaggen jedes Mal in ein rot-weisses Fahnenmeer. Zum Auswärtsspiel in Luxemburg reisten 5000 Fans mit. Eine stolze Zahl. Und am TV erreichen die Nati-Spiele immer Rekordquoten. Das Heimspiel gegen Griechenland verfolgten 1,14 Millionen Zuschauer am Fernseher.

Die Nati-Fans werden ihre Mannschaft auch an der WM in Südafrika nicht im Stich lassen. Damit die ganze Welt merkt: Die Schweiz ist ein Fussballland.

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