Walter Hohler

Schon früh am Freitagmorgen begannen die Arbeiten zum Aufstellen des Parcours mit einer Länge von zirka 4 Kilometern und 28 verschiedenen Scheiben. Bereits am Freitagabend trafen die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Bogenkontrolle im Schützenhaus Röti ein. Am Samstagmorgen bestand noch für die letzten vom Engadin oder Genf hergereisten Teilnehmer die Möglichkeit dieser Bogenkontrolle. Die Zuteilung in 4er-Gruppen erfolgt für den Samstag bereits im Vorfeld durch den Verband. Nach Möglichkeit werden Gruppenwünsche berücksichtigt, wodurch Paare und Elternteile mit ihren Kindern oder Junioren am Samstag in der gleichen Gruppe starten können. Je nach Anzahl Schüler werden aber speziell begleitete Schülergruppen gebildet.

Der Parallelstart erfolgte wunschgemäss um 9.30 Uhr. Die Königsdisziplin im Bogenschiessen verlangt von den Bogenschützen eine grosse Konzentration und Kondition ab. Die genaue Reihenfolge der pro Scheibe abzugebenden Pfeile müssen genau eingehalten werden. So werden von 10 bis 80 Yard pro Tag 112 Pfeile abgeschossen. Die Kontrolle beim Schiessen inklusive Wertung wird direkt von der Gruppe vorgenommen. Pro Gruppe gibt es einen Targetcaptain sowie einen ersten und einen zweiten Schreiber. Die Punkte werden in zweifacher Ausführung direkt an der Scheibe geschrieben, bevor ein Pfeil berührt werden darf. Bei Unklarheiten über die Punktezahl oder Fehlverhalten entscheidet der Targetcaptain direkt. Während des ganzen Turniers kontrollieren Schiedsrichter, ob alles mit rechten Dingen zugeht. So ist es auch für den Verband von äusserster Bedeutung, dass Zigarettenstummel oder andere Gegenstände nicht im Wald liegen bleiben.

Natur Beachtung geschenkt

Die Scheiben werden so platziert, dass der Natur grösste Beachtung geschenkt wurde. Sämtliche Scheiben können von der Strasse aus bedient werden, womit keine Durchquerung des Waldes nötig ist. Wildeinstände werden generell gemieden. Nach Rückgabe der Standblätter, die von jedem Schützen unterschrieben werden müssen, wird eine Zwischenrangliste nach Kategorien erstellt. Diese Rangliste dient nun der Turnierleitung für die Einteilung der Gruppen für Sonntag. Somit treffen sich am Sonntag die ersten vier jeder Kategorie und werden den ganzen Tag miteinander verbringen. Während beider Wettkampftage konnte eine motivierte Stimmung trotz etwas Regen am Sonntag festgestellt werden. Mit dieser Schweizer Meisterschaft schliessen die meisten Schützen die Turnierzeit im Freien ab.

Freundschaften entstehen

Die Vermischung der Teilnehmer vom Engadin bis nach Basel und vom Bodensee bis nach Genf bringt immer wieder neue Freundschaften hervor. Zu einem kleinen Apéro in der Schiessanlage Röti lud der Gemeinderat ein. Er wurde vertreten durch Gemeindeammann Fredy Böni und Bernadette Kern. Beide erhielten durch Walter Hohler eine kleine Einführung ins Bogenschiessen. Um die Art und Weise des Turniers kennen zu lernen, wurde der Gemeinderat mit Gästen durch Walter Hohler auf den Parcours begleitet. Nicht schlecht staunte die Gruppe, dass auf 80 Yards ein fünfliebergrosses Zentrum getroffen wurde. Bewundert wurde bei der Begehung auch die Vielfalt der Bögen. Vom traditionellen historischen Langbogen bis zum High-Tech-Bogen mit Visier, Stabilisator, Wasserwaage und einer technischen Auslösehilfe konnte alles im Einsatz gesehen werden. Als kleines Dankeschön überreichte Walter Hohler den Behörden ein T-Shirt mit der Aufschrift «Möhlin bewegt» und dem speziellen Logo des Turniers. Gemeindeammann Fredy Böni bedankte sich beim Verband für die einwandfreie und ruhige Durchführung. Nicht zu vergessen sei der Dank an den Förster Urs Steck und die Jagdgesellschaft Sunneberg für die wohlwollende Behandlung des Gesuches.

Rangliste unter www.archery-faas.ch