In den Frauengruppen mit Schweizer Beteiligung musste die Jury nach dem Ende der Gruppenphase gleich in zwei Fällen den Rechenschieber betätigen, um die Klassierungen der Teams zu ermitteln. Jeweils drei Duos waren punktgleich; das Punkteverhältnis aus den direkten Begegnungen entschied über die Klassierung.

Dies führte dazu, dass Heidrich/Vergé-Dépré die Gruppe B nach dem Forfaitsieg gegen die Finninnen Taru Lahti/Anniina Parkkinen auf Platz 1 beendeten. Die als Favoritinnen auf den EM-Titel gehandelten Nina Betschart/Tanja Hüberli dagegen mussten sich mit dem 3. Rang begnügen, obwohl sie die starken Slowakinnen Andrea Strbova/Natalia Dubovcova mit 21:18, 21:17 bezwangen. Betschart/Hüberli müssen am Freitag drei Partien gewinnen, wenn sie wie an der WM vor einem Monat in die Halbfinals einziehen wollen. Im Sechzehntelfinal warten vorerst die Österreicherinnen Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig.

Ebenfalls einen Sieg im abschliessenden Gruppenspiel feierten Nico Beeler und Marco Krattiger, die sich in drei Sätzen (21:18, 18:21, 15:13) gegen die Russen Maxim Hudjakow/Igor Welitschko durchsetzten. Sie zogen damit als Gruppenzweite in die Sechzehntelfinals ein.

Mirco Gerson/Adrian Heidrich, das zweite Schweizer Männerduo, welches das Ticket für die K.o.-Phase bereits auf sicher hatte, traten gar nicht erst zu ihrem letzten Gruppenspiel gegen die russischen Weltmeister Wjatscheslaw Krassilnikow/Oleg Stojanowski an. Philippe Saxer, der Direktor Beachvolleyball von Swiss Volley, sprach von einer Vorsichtsmassnahme, nachdem Gerson über Magenprobleme geklagt hatte. Einem Einsatz im Sechzehntelfinal am Freitag steht aber nichts ihm weg.

Laura Caluori/Dunja Gerson, das einzige Schweizer Duo an der EM, das den Sprung in die K.o.-Phase verpasste, verabschiedeten sich bei der Dreisatzniederlage gegen die Lettinnen Tina Graudina/Anastasia Kravcenoka immerhin mit ihrem zweiten Satzgewinn aus Moskau.