Die Behörde interessierte sich für die Geschäftsstelle des deutschen Verbandes DESG, Wohnungen von Sportlern und eine Arztpraxis. Ziel der Massnahmen sei es gewesen, so die Münchner Staatsanwaltschaft, dem Verdacht von Dopinghandlungen im Bereich des Verbandes nachzugehen und mögliche Beweismittel zu sichern. Mit Unterstützung der Polizei seien umfangreiche Unterlagen sichergestellt und eine Vielzahl von Beteiligten vernommen worden. Die Auswertung daueren noch an, teilte die Behörde mit.

Der Verband wies am Freitag derweil Anschuldigungen gegen zwei ihrer Läuferinnen zurück, die wie die für zwei Jahre gesperrte Claudia Pechstein erhöhte Retikulozyten-Werten aufweisen sollen. Der Verdacht war aus Ermittlerkreisen am Rande der Hausdurchsuchung bei Pechstein laut geworden.

Ungeachtet der neuen Entwicklungen setzt Pechstein ihren juristischen Kampf fort. Bis Montag hat die 38-Jährige noch Zeit, ihren Antrag auf Revision beim Schweizer Bundesgericht einzureichen. Sollte das Bundesgericht die neuen Beweise des Pechstein-Lagers anerkennen, die zum Zeitpunkt des Urteils des Sportgerichts CAS noch nicht vorlagen, kann der Fall neu aufgerollt werden.