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Grossartiger Sport, grossartiges Rennen

Die diesjährigen Gippinger Radsporttage werden als erfolgreicher Anlass, als «Super-Anlass» in die Geschichte eingehen. Super-Wetter, Super-Rennen, Super-Stimmung, Super-Helfer.

August Widmer

Bereits am Freitag sorgten die «Paracyclings» und die Militärradfahrer für einen gelungenen Auftakt. Ein für heutige Verhältnisse grosses Feld von 78 Militärradlern und 2 Militärradlerinnen drängte sich an den Start des zum 40. Male ausgetragenen Klassikers.

Als im Endspurt der Einheimische Josef Christen seinem letzten Begleiter Philipp Brack das Nachsehen gab, war der Auftakt für gute Radsporttage bereits gemacht.

Der Berg selektionierte

Die diesjährigen Gippinger Radsporttage kamen in einem neuen Gewand daher. Beim grössten Radsportanlass des Kantons Aargau wurde das (Fahr-)Rad regelrecht neu erfunden. Mit der Verlegung des Start-, Ziel- und Festgeländes in Richtung Burlen an den östlichen Dorfrand von Gippingen ist den Veranstaltern ein guter Schachzug gelungen.

Das ganze Festgelände präsentierte sich kompakter und zuschauerfreundlicher. Auch wer in der Festhütte sass, bekam die Rennen mit. Der Wechsel auf die drei neuen Rundkurse, bei denen der traditionelle Strick fehlte, führte zu animierten Rennen.

Die Radsportler sprachen jedoch auch von einer schweren Prüfung. Konnte bis im letzten Jahr auf den langen Abfahrten wieder zusammengeschlossen werden, fehlten diesmal diese Verschnauf- und Aufholphasen. Wer einmal am Berg abgehängt war, blieb abgehängt.

Einzig Lokalmatador Christian Heule wollte dies am Samstag beim Handicap-Rennen anders sehen. Er war schneller als die Spitzenfahrer. Nach einer tollen Aufholjagd kam er bis auf 20 Sekunden an die beiden Ersten heran und wurde Dritter. Damit war auch am zweiten Renntag ein Gippinger auf dem Podest.

Die «Promis» - ein Dutzend Männer und Reha-CEO Judith Meier als einzige Frau - drehten zwei Runden auf der grossen und auf der kleinen Version der neuen Strecke. Damit sie nicht allzu stark ins Schwitzen kamen, hatten sie an ihren Fahrrädern ganz offiziell Elektro-Unterstützung montiert.

Bergauf und im Endspurt gab das mächtig Schub, und die Promis flitzten wie auf einem Flyer ins Ziel.
Es soll übrigens so gewesen sein, dass Judith Meier bergauf die Stärkste war.

In der Abfahrt konnte sie, die den Arbeitsweg von Schneisingen nach Bad Zurzach täglich mit dem Velo zurücklegt, dann wieder gestellt werden. «Bis im nächsten Jahr werde ich mich in den Abfahrten verbessert haben.»

Die Leute im Hintergrund

René Huber stand als OK-Präsident dem Anlass zum ersten Male vor. Er zog am Sonntagnachmittag eine erste gute Bilanz: «Trotz der vielen Neuerungen hat alles geklappt. Details kann man immer wieder anders machen und ändern.

Super war das Wetter, und am Sonntag strömten so viele Leute an die Strecke wie schon lange nicht mehr. Freitag und Samstag waren einmal mehr harzig. Wir werden überlegen, wie die Attraktivität dieser ersten Tage gesteigert werden kann.»

Für den OK-Präsidenten ist nach wie vor die grosse Helferschar das Kapital der Gippinger Radsporttage: «An den drei Festtagen standen über 350 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Ihnen danke ich für die Arbeit.

Bereits an den Tagen zuvor war beim Aufbau eine grosse Helfercrew präsent.» Für die Helferinnen und Helfer war «Gippingen 2010» am Sonntagabend noch nicht zu Ende: In den nächsten Tagen steht nun noch die Aufräumarbeit auf dem Programm.

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