Weiterhin weisse Westen weisen Spanien, Holland und England nach den WM-Ausscheidungspartien vom Mittwoch auf und können allmählich ihre WM-Quartiere in Südafrika buchen.

Während die Griechen wegen der besseren Tordifferenz vor der punktgleichen Schweiz liegt, fiel Israel gar hinter Lettland zurück. Die Letten gewannen ihr Heimspiel gegen Luxemburg 2:0 und haben nun bereits zehn Punkte auf dem Konto. Die nächsten beiden Partien der Schweizer werden nun entscheidenden Charakter haben. Am 5. September kommt es in Basel zum Duell mit den Griechen, vier Tage später folgt das Auswärtsspiel in Lettland.

Dimitrios Salpingidis hatte das Team von Otto Rehhagel in der 32. Minuten in Führung geschossen. Israel voermochte zwar nach einer Stunde durch Omer Golan auszugleichen. Nur sieben Minuten später aber traf der eingewechselte Georgios Samaras vom Penaltypunkt aus zur Entscheidung. Wie schon beim Schweizer Spiel in Athen wurde auch der israelische Goalie beim Penalty-Treffer von einem Laserstrahl behindert.

Gruppe 1.

Dänemark (gegen Albanien) und Ungarn (gegen Malta) dürften die ersten beiden Plätze in der Gruppe 1 nur noch schwer zu nehmen sein. Beide landeten klare 3:0-Heimsiege und liegen gemeinsam mit 13 Punkten an der Tabellenspitze.

Gruppe 3.

Polen polierte in der Gruppe 3 nach dem mässigen Start sein Torverhältnis massiv auf. Gegen die Amateurkicker aus San Marino kam das Team von Leo Beenhakker zum erwarteten Kantersieg. Am Ende resultierte unter anderem dank vier Treffern von Ebi Smolarek (Bolton Wanderers) ein 10:0. Die Polen rückten auf Kosten des abermals enttäuschenden Tschechiens (1:2 gegen die Slowakei) auf Rang 3 vor. Leader bleibt Nordirland, das dank eines Treffers von Dundee-United-Stürmer Warren Feeney gegen Slowenien zu einem glückhaften 1:0-Sieg kam.

Gruppe 4.

Deutschland und Russland marschieren an der Spitze der Gruppe im Gleichschritt. Die beiden Favoriten kamen in Wales und in Liechtenstein zu knappen Auswärtssiegen. Leader Deutschland besiegte in Cardiff Wales mit 2:0. Captain Michael Ballack ebnete dem Team von Joachim Löw schon früh den Weg zum Sieg. Mit einem herrlichen Weitschuss aus 30 Metern traf der Mittelfeldspieler in der 11. Minute in die hohe Ecke. Ein Eigentor von Ashley Williams besiegelte kurz nach der Pause Wales' Niederlage. Verfolger Russland musste bei seinem Gastspiel im Ländle bis zum Schlusspfiff um den vierten Sieg im fünften Spiel zittern. In der 38. Minute schoss Konstantin Sirjanow schoss das Tor des Abends. In der Schlussphase boten sich dem Underdog mehrere Chancen zum Ausgleich. Thomas Beck verfehlte das Ziel in der 83. Minute mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze nur um Millimeter, zwei Minuten später scheiterte Fabio D'Elia mit seinem Kopfball aus acht Metern am glänzend reagierenden Igor Akinfejew.

Gruppe 5.

Spanien ist auf dem Weg nach Südafrika scheinbar nicht zu stoppen. Der Europameister ist nach dem 2:1-Erfolg in Istanbul gegen die Türkei weiterhin ohne Verlustpunkt. Albert Riera sorgte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit dafür, dass die Spanier auch im 21. Spiel in Folge siegreich blieben. Eine Stunde lang war der Rekord der Spanier allerdings in Gefahr. Xabi Alonso verwertete in der 63. Minute einen Handspenalty zum Ausgleich, nachdem Semih Sentürk das Heimteam im Ali Sami Yen vor der Pause mit der ersten Torchance für die Türken in Führung gebracht hatte (26.).

Gruppe 6.

Dank des 2:1-Siegs gegen die zuvor ungeschlagene Ukraine hielten die Engländer die Kroaten (2:0 in Andorra) weiter fünf Punkte auf Distanz. Es bedurfte eines Efforts von Captain John Terry, der England im Wembley zu spätem Zeitpunkt noch zum Sieg schoss. Der Innenverteidiger von Chelsea traf in der 85. Minute mit dem linken Fuss aus kurzer Distanz zum 2:1. Der in London einst nicht mehr glücklich gewesene Andrej Schewtschenko benötigte nach seiner Einwechslung (55.) 19 Minuten, um in seiner einstigen Lieblingsstadt den Ausgleich zu erzielen. Für Englands Führungstor hatte Peter Crouch ebenfalls mit einem Volleyschuss gesorgt.

Gruppe 7.

Franck Ribery hält Vize-Weltmeister Frankreich im Alleingang auf WM-Kurs. Der Offensivspieler von Bayern München erzielte beim 1:0 (0:0) der Franzosen gegen Litauen wie schon beim Hinspiel vier Tage zuvor den entscheidenden Treffer (75. ). In der Tabelle der Gruppe 7 zogen die Franzosen mit 10 Punkten an den Litauern (9) vorbei auf Rang zwei. Tabellenführer Serbien (12) war am Mittwoch spielfrei und hat wie Litauen bereits ein Spiel mehr absolviert als die Franzosen. Im Rennen um das WM-Ticket sind nach dem 2:1 (2:1) gegen EM-Teilnehmer Rumänien auch die Österreicher (7) wieder dabei. Die Rumänen (4) haben nach der dritten Niederlage im fünften Spiel kaum noch Chancen auf die WM-Teilnahme.

Gruppe 8.

Weltmeister Italien steuert weiter auf die souveräne WM-Qualifikation zu. Die "Squadra Azzurra" mit Trainer Marcello Lippi kassierten in Bari im Spitzenspiel gegen die von Giovanni Trapattoni trainierten Iren kurz vor Schluss noch das 1:1. Nach kaum drei Minuten wurde Giampaoli Pazzini wegen eines Ellbogenchecks gegen John O'Shea des Feldes verwiesen. Vincenzo Iaquinta beruhigte das Geschehen nach zehn Minuten mit dem 1:0. Glück hatte Italien, dass in der 61. Minute nach einer Intervention von Goalie Buffon nicht auf Penalty entschieden wurde. Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang Robbie Keane nach einem weiten Abschlag des Goalies gegen neun italienische Feldspieler doch noch das verdiente 1:1.

Gruppe 9.

Holland mraschiert unaufhaltsam in Richtung Südafrika. Die "Elftal" siegte in Amsterdam gegen Mazedonien problemlos 4:0 und steht nach fünf Spielen mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze. Der Liverpooler Dirk Kuyt zeichnete sich in der Arena in Amsterdam bereits vor der Pause als Doppeltorschütze aus. Klaas-Jan Huntelaar und Rafael van der Vaart sorgten für die weiteren Treffer der Oranje, die weiter mit acht Punkten Vorsprung vor Schottland (2:1 gegen Island) führt.