Super League

Grasshoppers vor finanziellem Kollaps

Der Grasshopper-Club Zürich steht vor dem finanziellen Kollaps. Die Lage ist laut der «NZZ» so prekär, dass der GC-Zentralvorstand den Abstieg in die 1. Liga erwägt.

In den letzten Wochen hat sich die finanzielle Lage bei den Grasshoppers weiter verschärft. GC-Präsident Roger Berbig gibt unumwunden zu, dass die Lage schon seit Monaten akut sei. Die Suche nach neuen Sponsoren verlief bisher ergebnislos. Allerdings sei das Thema "Philippe Gaydoul" noch nicht vom Tisch. Der ehemalige Denner-Chef und aktuelle Präsident des Schweizer Eishockeyverbandes SEHV hatte im Juni versucht, die GC-Fussballaktien zu übernehmen, war aber gescheitert.

Sollte GC in den nächsten Wochen keine finanzkräftigen Investeure gewinnen können, wird der Traditionsklub nur folgende Möglichkeiten haben: Entweder es gibt einen kontrollierten, freiwilligen Abstieg in die 1. Liga. Oder Gaydoul übernimmt bei GC. An sein Engagement knüpft er aber die Bedingung, dass sämtliche Altlasten - die Rede ist von 10 Millionen Franken - abgetragen sein müssten.

Zur finanziellen Bredouille passt, dass die Swiss Football League SFL ein Disziplinarverfahren gegen GC eröffnet hat. Die Hoppers sind der Verpflichtung nicht nachgekommen, ihre markante Budget-Abweichung der Liga zu melden. Das Defizit der Grasshoppers in der Saison 2008/09 war wegen Mehrausgaben deutlich höher als budgetiert.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1