Handball

Goalie Wipf rettet für HSC Punkt in letzter Sekunde

Suhrs Kreisläufer Calle Ekkberg.

Suhrs Kreisläufer Calle Ekkberg.

Die Handballer des HSC Suhr Aarau kommen beim RTV Basel mit viel Glück zu einem Punkt. Diesen verdanken sie vor allem ihrem Torhüter Tobias Wipf. Dieser wehrte wenige Sekunden vor Schluss den letzten RTV-Schuss mirakulös ab.

Was für eine Dramatik: eine Sekunde vor Schluss - beim Spielstand von 25:25 – steht Mark Kuppelwieser, Kreisläufer des RTV Basel, allein vor Suhr-Aarau-Torhüter Tobias Wipf (26) – und dieser wehrt den Schuss des RTV-Spielers mit einer mirakulösen Parade ab. Die Partie ist aus, ein Punkt geht in den Aargau.
 
„In unserer Situation ist dies klar ein gewonnener Punkt. Erstmals in dieser Saison zeigten wir gegen einen vernünftigen Gegner eine solide Leistung über die gesamte Spieldauer“, zeigte sich Suhr-Trainer Urs Mühlethaler hinterher zufrieden. Eine Stunde vorher hatte er noch einen komplett anderen Gesichtsausdruck: nach einem verbalen Rencontre mit den Schiedsrichtern (wegen eines angeblichen Fehlentscheids) sah der Routinier die rote Karte und musste auf die Tribüne – was ihn jedoch in der Folge nicht wirklich davon abhielt, seinem Team von der Tribüne aus Anweisungen zu erteilen. „Dies ist mein Job“, so Mühlethalers schelmischer Kommentar dazu.
 
Zum Spiel: Basel fabrizierte einen Fehlstart und erlaubte Suhr Aarau eine rasche Führung (4:1 nach sieben Minuten). In der Folge verlief die Partie weitgehend ausgeglichen, zur Pause führte Basel knapp (11:10). In der zweiten Halbzeit geriet Suhr Aarau zunehmend ins Hintertreffen und lag neun Minuten vor Schluss scheinbar vorentscheidend mit vier Toren im Rückstand (19:23) – auch wegen mehreren zum Teil haarsträubenden Zuspielfehlern.
 
Da bei Basel zahlreiche Leistungsträger einen rabenschwarzen Abend einzogen und Suhr Aarau kämpferisch eine überwiegend bewundernswerte Leistung zeigte, kamen die Aargauer zurück. Zwei Minuten vor Schluss führte Basel noch 25:23, scheiterte aber in der Folge an sich selbst. Schliesslich sorgte Björn Navarin (36) mit einem Penalty und einem Feldtor 45 Sekunden vor Schluss abgeklärt für den Ausgleich.
 
Der Rest war die Grosstat des Tobias Wipf, dem Mann des Spiels und dem besten Spieler auf dem Platz. Bester Torschütze auf Seiten von Suhr Aarau war der linke Flügel Mark Schelbert mit sieben Treffern, davon vier Siebenmeter.
 
RTV 1879 Basel – HSC Suhr Aarau 25:25 (11:10)
 
Sporthalle Rankhof Basel. – 350 Zuschauer. – SR: Jergen/Zaugg. – Spielverlauf: 0:1, 1:1, 1:4 (7.), 4:4 (11.) 4:5, 6:5 (13.), 7:7, 9:8, 11:9, 11:10; 12:10, 13:11, 13:14 (35.), 15:14, 15:16, 16:17, 19:17 (45.), 21:19, 23:19 (51.), 24:21 (53.), 25:23 (58.). – Strafen: dreimal 2 Minuten gegen den RTV 1879 Basel, dreimal 2 Minuten (inkl. rote Karte gegen Trainer Urs Mühlethaler (20./8:7) wegen andauerndem Reklamieren) gegen den HSC Suhr Aarau.
 
RTV 1879 Basel: Stauber/Satchwell (für zwei Penalties (5./11.); Kaiser, Gulbicki (2), Martinez (5), Stamenov (2), Hofstetter, Sladoljev (4), Kuppelwieser (2), Sveinsson (7/1), Studerus, Ivancic, Strübin (3), Wittlin.
 
HSC Suhr Aarau: Wipf/Willimann; Ekberg (1), Reichlin (1), Kaufmann, Sarac, Romann, Ström, Wessner (4), Stalder (1), Navarin (6/1), Schelbert (7/4), Strebel (5).
 
Bemerkungen: RTV 1879 Basel setzt Ivancic, Studerus und Wittlin nicht ein. Ivancic auf der Bank, aber leicht verletzt (Bauchmuskel). – HSC Suhr Aarau komplett, setzt Willimann, Kaufmann, Romann und Ström nicht ein. – 5. (1:2) Satchwell hält Penalty von Reichlin. 21. (8:7) Wipf hält Penalty von Sveinsson. 51. (22:19) Stauber hält Penalty von Schelbert. - Time-Outs: RTV 1879 Basel: 7. (1:4) und 59. (25:24). HSC Suhr Aarau: 29. (11:9) und 60. (25:24).

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