Die von einer internationalen Fachjury verliehene Auszeichnung, die sie an den "World Rowing Awards" in London entgegennahm, bedeutet ihr umso mehr, als "sie von einem Kreis vergeben wird, der sehr genau weiss, was es braucht, um an die Spitze zu kommen. Es ist fast die grösste Ehre, aus der eigenen Sportart eine solche Auszeichnung zu erhalten."

Gmelin blickt, was die Resultate betrifft, auf eine perfekte Saison zurück, in der sie sämtliche Rennen gewann. Die Krönung war der Weltmeistertitel Anfang Oktober in Sarasota im Bundesstaat Florida, wo so im Final die Konkurrentinnen um 1,92 Sekunden und mehr distanzierte. Gmelin sicherte sich als erste Schweizer Ruderin überhaupt in einer olympischen Disziplin eine WM-Goldmedaille.

Die Leistungen sind umso höher einzustufen, als sie nach dem Sieg beim Weltcup-Auftakt Anfang Mai in Belgrad wegen einer hartnäckigen Rippenverletzung pausieren musste. Dennoch war sie auch im Juli beim Weltcup-Final auf dem Luzerner Rotsee eine Klasse für sich.

Solche Resultate hatte Gmelin nicht für möglich gehalten. Überhaupt ist ihre Entwicklung beeindruckend. An den Weltmeisterschaften 2014 hatte sie noch den 15. Platz belegt. An den Weltmeisterschaften 2015 und den Olympischen Spielen 2016 schaute jeweils der 5. Rang heraus. Ihr grosses Ziel ist Tokio 2020. Dann will sie auf dem olympischen Podest stehen.