Golf

Glover überraschender Sieger des US Open

Lucas Glover gewinnt US Open

Lucas Glover gewinnt US Open

Der Sieger des 109. US Open der Golfprofis in Farmingdale bei New York heisst überraschenderweise Lucas Glover.

Der 29-jährige Amerikaner siegte zwei Schläge vor seinen Landsleuten Phil Mickelson, David Duval und Ricky Barnes.

Nie zuvor hatte Lucas Glover an einem US Open den Cut für die beiden Finalrunden geschafft. Sein einziger Sieg auf der US PGA Tour liegt vier Jahre zurück. Auf dem äusserst schweren "Bethpage-Black"-Kurs in Farmingdale aber nutzte Glover die Gunst der Woche. Die Basis zum Erfolg legte er in den ersten drei Runden (69, 64 und 70 Schläge). Während der schlaggleiche ehemalige US-Amateurmeister Ricky Barnes in der nach starken Regenfällen auf Montag verzögerten Schlussrunde früh zurückfiel, zehrte Glover bis zuletzt von seiner Reserve; die 73er-Abschlussrunde reichte ihm, um den grössten Triumph seiner Karriere zu feiern und einen Check über 1,35 Millionen Dollar entgegenzunehmen.

Die über 40 000 amerikanischen Golffans entlang der Fairways hätten sich viel lieber Phil Mickelson als Sieger gewünscht. Der dreifache Majorturnier-Gewinner macht im Privatleben eine schwere Zeit durch. Vor über einem Monat wurde bei seiner Frau Amy, die ihm drei Töchter geschenkt hatte, Brustkrebs diagnostiziert; sie muss Ende Juni operiert werden. Mickelson hatte alle Fans hinter sich. Er klatschte mit ihnen zeitweise auf dem Weg von den Greens zu den Abschlägen ab. Es herrschte eine Stimmung wie in einem Fussballstadion.

Während sich Mickelson leutselig gab, spulte Tiger Woods sein Pensum mit Ernst und Verbissenheit ab. Obwohl er schon nach der dritten Runde keine Chance mehr auf seinen 15. Grand-Slam-Triumph hatte, kämpfte er um jeden Schlag. Mit einer 69er-Runde verbesserte er sich in den geteilten 6. Schlussrang.

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