Giftpfeile gegen Ianu - Xamax schlägt Aarau 3:1 und ist gerettet

Der Aarauer Trainer Ryszard Komornicki ist immer gut für eine kecke Aussage. Und dem Chefcoach verschlug es auch nach der 1:3-Niederlage gegen Xamax nicht die Sprache.

Drucken
Teilen
Cristian Ianu spielt künftig im Dress der Luzerner.

Cristian Ianu spielt künftig im Dress der Luzerner.

Keystone

Ruedi Kuhn, Neuenburg

«Zu einem Spiel auf Kunstrasen», so Komornicki, «gebe ich in Zukunft keine Analyse mehr ab. Diese Unterlage passt mir gar nicht. Das ist doch nur etwas für Frauen und Kinder.» Frauen und Kinder spielten am gestrigen Nachmittag im Stade de la Maladière allerdings keine mit. Und auch der FC Aarau tat vorerst kaum etwas für die Offensive. Als Xamax Mitte der zweiten Halbzeit mit mehr Glück als Verstand und einem Penalty von Tariq Chihab sowie einem abgefälschten Schuss von Selver Hodzic zu einem Zweitorevorsprung kam, stemmte sich der Gastklub aber doch noch gegen die drohende Niederlage.

Tatsächlich gelang Ivan Pejcic mit einem Kopfball aus kurzer Distanz nach einer herrlichen Flanke von Sergio Bastida der Anschlusstreffer. Nun schien die Partie zu kippen. Plötzlich spielte nur noch der FC Aarau. Und hätte Pejcic in der 82. Minute mit einem Schuss aus sechs Metern nicht die Latte, sondern ins Tor getroffen, wäre am Schluss sogar noch ein Punktgewinn dringelegen. So aber mussten die Aarauer in der Schlussphase bei brütender Hitze alles riskieren und ermöglichten den Neuenburgern den einen oder andern Konter. Raphael Nuzzolo sorgte in der Nachspielzeit nach einem Alleingang und einem Knaller für die Entscheidung. Aarau war geschlagen, kann aber im Heimspiel gegen Vaduz auf Kosten von Bellinzona doch noch Rang 5 erreichen.

Einen Gewinner gab es bei den Aarauern trotz der Niederlage. Pejcic erzielte in seinem 14. Einsatz für den Verein vom Brügglifeld den ersten Treffer. Der Linksfüsser aus Serbien zeigte während seines Kurzeinsatzes gute Ansätze und kommt vielleicht doch noch auf Touren. Der grosse Verlierer heisst Cristian Ianu. Dass die Aarauer Fans den Rumänen Mitte der zweiten Halbzeit wegen seines Wechsels zum FC Luzern mit einem nicht druckreifen Schimpfwort betitelten, bezeichnete Komornicki zu Recht als «niveaulos». Ianu selbst hielt sich zurück und sagte: «Ich habe nichts gehört.» Tatsächlich?

Aktuelle Nachrichten