FC Aarau
Gibt der FC Aarau heute Abend die rote Laterne ab?

Morgen Abend spielt Aarau auf dem Brügglifeld gegen St. Gallen. Gewinnen die Aargauer, sind sie die rote Laterne in der Super League nach sieben Monaten endlich los.

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Seit dem 16. August 2009, seit der 0:4 Heimpleite gegen Xamax, ist Aarau das Schlusslicht der Super League. Heute Abend hat der Club nun die Chance, die rote Laterne an die AC Bellinzona weiterzureichen - zumindest für 24 Stunden. Bellinzona spielt erst am morgen Nachmittag gegen Sion.

Voraussetzung dafür ist ein Sieg auf dem Brügglifeld gegen St. Gallen. Die Chancen, dass es dazu kommt, stehen so gut wie seit Monaten nicht mehr. Der FC Aarau ist im Aufschwung, seit Ranko Jakovljevic vor zwei Wochen zum Cheftrainer befördert wurde. Aarau hat seither zweimal gewonnen, zuhause gegen Xamax und auswärts gegen den FCZ.

Für den FC Aarau spricht auch, dass der neue Trainer den Draht zu seinen Spielern gefunden hat. Seine direkte und einfache Art kommt im Team an. Es ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen.

Jakovljevic kann zudem aufs nahezu vollständige Kader zurückgreifen - mit Ausnahme von Giuseppe Rapisarda, der gesperrt ist.

St. Gallen will in die Europa League

Dazu kommt: Der FC Aarau wird heute Abend erstmals seit langem wieder vor einer begeisterten Anhängerschaft spielen können. 7500 Fans werden im Brügglifeld erwartet. Das gibt Rückenwind.

Das Spiel gegen St. Gallen wird trotzdem kein Spaziergang. Die Ostschweizer wollen nächste Saison unbedingt in Europa mitspielen. Dazu müssen sie gewinnen, nachdem sie im Cup-Halbfinal kläglich ausgeschieden sind. St. Gallen liegt gegenwärtig nur zwei Punkte hinter dem vierten Platz, der zur Teilnahme an Uefa Europa League berechtigt.

Die St. Galler haben zudem Pluspunkte im zentralen Mittelfeld. Mit Moreno Costanzo und Fabian Frei verfügen sie hier über zwei überaus spielstarke Spieler, die nicht einfach in Schach zu halten sind.

Bleibt Jakovljevic Cheftrainer?

Offen ist, wie lange Jakovljevic offiziell noch als Cheftrainer auf der Bank sitzt. Vieles deutet darauf hin, dass er auch am 2. Mai in Luzern noch als Chefcoach amten wird. Nach den geltenden Regeln ist das auch möglich. Danach kann Jakovljevic trotz fehlender Uefa-Pro-Trainer-Lizenz bis am 3. Mai Cheftrainer des FC Aarau sein.

Die Variante, dass Ryszard Komornicki noch diese Saison aufs Brügglifeld zurückkehrt, kann man heute ausschliessen. Jeff Saibene ist für den FCA-Präsident Alfred Schmid ebenfalls kein Thema mehr. «Ich will ihn nicht zurück», sagt er. (rsn)

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