Als 16. des Grand-Prix vermochte sich die Luzernerin Marcela Krinke Susmelj mit beachtlichen 72,580 Punkten mit imposanten Passage- und Piaffen-Lektionen und trotz drei kleinen Patzern für den GP Spécial vom Samstag zu qualifizieren.

Der besten Konkurrenz, die sich in Aachen je mass, blieb nach Totilas' sensationellem Comeback nur das Staunen und die Ehrenplätze. Rath verwies mit dem 14-jährigen Deckhengst seine Landsfrau, die zweifache Weltcupsiegerin Helen Langehanenberg mit Damon Hill, auf den zweiten und die holländische Olympiazweite Adelinde Cormelissen mit Parzival mit einem Vorsprung von über einem Punkt auf den dritten Platz. Charlotte Dujardin, die Doppel-Olymiasiegerin und Europameisterin, zog mit Valegro einen rabenschwarzen Tag ein und wurde mit 5,40 Punkten Rückstand lediglich enttäuschende GP-Sechste. Seit zwei Jahren hat die Engländerin in der Dressur keine Niederlage mehr einstecken müssen und sämtliche Weltrekorde im GP, im GP Spécial und in der Kür pulverisiert.

Fehlerlos und hoch konzentriert führte Rath den Deckhengst Totilas, der Ende 2010 für rund zehn Millionen Euro von Holland nach Deutschland wechselte, durchs Sandviereck und bestach durch Regelmässigkeit, Ausdruck und Dynamik. Vor drei Jahren hatte der Wunderhengst in Aachen alles gewonnen, blieb aber an der EM 2011 ohne Medaille. Danach erkrankte Rath an Pfeifferschem Drüsenfieber und Totilas verletzte sich am Bein nach einem lukrativen Deckeinsatz. Während zwei Jahren zweifelte man, ob er je wieder im in die Dressurvierecke zurückkehren würde. Er kam - und wie!