GC-Ausgleich in der 91. Minute

GC - FCZ

GC - FCZ

Bis zur 91. Minute führte Zürich die Super League mit sieben Punkten Vorsprung an, ehe dem FCZ im Derby gegen GC die Führung entglitt. Gonzalo Zarate glich mit dem letzten Angriff zum 2:2 aus.

Als die Nachspielzeit lief und GC-Hüter Jakupovic ein letztes Mal auskickte, jagte Zarate dem Ball mehr verzweiftelt als mutig hinterher. Doch der Zürcher Keeper Johnny Leoni tat ihm und GC den Gefallen, den harmlosen Ball abprallen zu lassen. Zarate schob ein, die GC-Supporter jubelten, und Zürichs Coach Bernard Challandes tobte an der Seitenlinie.

Das aus FCZ-Sicht bittere Ende kam unverhofft. Mit dem ersten Angriff der zweiten Halbzeit hatte Zürich ausgeglichen. Im Gegensatz zu GC-Verteidiger Vallori schätzte Eric Hassli ein hohes Zuspiel von Stahel richtig ein und markierte mit seinem 11. Saisontor das 1:1. Noch ehe GC zur defensiven Ordnung zurückfand, führte der Favorit bereits 2:1. Der Schwede Dusan Djuric überwand die orientierungslose GC-Abwehr ein zweites Mal. Vom Schock erholten sich die Gastgeber zu lange nicht mehr. Zürich, der seit 13 Runden ungeschlagene Leader, verwaltete die Minimalreserve bis zum Fauxpas Leonis mehr oder weniger problemlos.

Die Zuschauer wurden in der ersten Hälfte gewiss nicht mit hochstehender Fussball-Kunst verwöhnt. Der glitschige Boden setzte den Akteuren erheblich zu, die Präzision fehlte beidseits. Nach zwei guten FCZ-Szenen -- Hassli scheiterte mit einem Volley und Djuric verfehlte mit einem Weitschuss das Ziel knapp -- setzte GC das erste Highlight der Partie. Riccardo Cabanas verschaffte sich mit einem energischen Vorstoss Platz und lancierte Roland Linz. Der Österreicher liess sich die Offerte nicht entgehen und traf nach seinen ersten 34 Minuten in der Super League ein erstes Mal.

Aus Sicht der Hoppers und speziell für Linz war der erste Vorteil zugleich der letzte. Sieben Minuten und zwei gelbe Karten später endete Linz' Arbeitstag mit einem Platzverweis frühzeitg. In Unterzahl schwand der Widerstand der Hoppers nach der Pause fast im Minutentakt. Und nach der raschen Wende durch den FCZ fehlte GC die Manpower spürbar. Paradoxerweise gelang die Reaktion dann aber in der Nachspielzeit, als der FCZ die Vorteile und die drei Punkte längst in seinem Besitz wähnte.

Grasshoppers - FC Zürich 2:2 (1:0).

Letzigrund. -- 12 949 Zuschauer. -- SR Rogalla. -- Tore: 34. Linz 1:0. 46. Hassli 1:1. 49. Djuric 2:1. 91. Zarate 2:2.

Grasshoppers: Jakupovic; Feltscher, Vallori, Colina, Daprelà (58. Voser); Lulic (60. Zarate), Cabanas, Salatic, Dos Santos (85. Schultz); Linz, Bobadilla. FC Zürich: Leoni; Stahel, Barmettler, Tihinen, Rochat; Aegerter, Tico; Nikci (90. Lampi), Abdi, Djuric (69. Schönbächler); Hassli. Bemerkungen: GC ohne Sutter, Callà, Smiljanic (alle verletzt), FCZ ohne Chikhaoui (rekonvaleszent), Staubli, Alphonse (beide verletzt). 41. Gelb-Rot gegen Linz (Zeitverzögerung/Schuss nach dem Pfiff). Verwarnungen: 31. Lulic (Foul), 37. Bobadilla (Unsportlichkeit), 39. Linz (Foul), 42. Barmettler, 45. Aegerter, 68. Djuric (alle Foul).

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