Fussball-Fan in Brasilien erschossen

Zwischen den Fans von Sao Paulo und Corinthians blieb es nicht beim Abbrennen bengalischer Feuer

Zwischen den Fans von Sao Paulo und Corinthians blieb es nicht beim Abbrennen bengalischer Feuer

Zwei Fussball-Derbys haben am Sonntag in Brasilien eine Spur des Schreckens hinterlassen.

Vor der Begegnung der Stadtrivalen Cruzeiro und Atletico wurde in Belo Horizonte ein Atletico-Fan auf dem Weg ins Stadion an einer Bushaltestelle von auf einem Motorrad vorbeifahrenden Cruzeiro-Anhängern erschossen, die wahllos in die rund 50 Personen zählende Gruppe feuerten. Ein weiterer 16-Jähriger wurde dabei im Rücken getroffen, er schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr. Nach der Partie kam es rund um das Mineirao-Stadion zu weiteren Tumulten.

Auch die Partie zwischen dem FC Sao Paulo und Corinthians wurde von Ausschreitungen überschattet. Dabei sollen sich nach ersten Angaben 30 Personen verletzt haben. Schon vor dem Klassiker war ein Corinthians-Anhänger mit einer selbst gebastelten Bombe festgenommen worden.

Auch in Italien kam es zu einem tragischen Zwischenfall. Nach dem 3:3 zwischen dem FC Genua und Fiorentina wurde ein Anhänger der Gastgeber vom Mannschaftsbus der Fiorentina überrollt. Er 37-Jährige musste im kritischem Zustand in Spital gebracht werden. Gegen den Busfahrer wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Wie die Polizei mitteilte, hatten nach der Partie rund 150 Genua-Fans Krawalle angezettelt und Gegenstände gegen den Florenz-Bus geworfen. Dabei ist der Anhänger zwischen die Räder des Gefährts geraten und umgehend in das Krankenhaus San Martino gebracht worden. Die Genua-Anhänger war stocksauer, weil ihr Team auch wegen fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheiden einen 3:0-Führung verspielt hatten.

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