Den Negativ-Preis erhält er, weil er das Vorurteil bestätigt, Fussballer seien der Sprache nicht mächtig. Ins Visier des Fussballblogs der "Berner Zeitung" geraten ist Gavric nicht als Rosen verteilender Schönling, sondern weil er beim Erstligisten FC Rapperswil-Jona spielt und sogar einen eigenen Eintrag hat auf Transfermarkt.ch: zwei Spiele, eine Verwarnung, je eine Ein- und Auswechslung, fünf "Sonderurlaube" für den "Bachelor"-Dreh, Rest der Saison nicht im Kader, Transfersumme 0.

Vujo Gavric hat sich einen Namen gemacht mit innovativen linguistischen Leistungen wie "Ihre Augen haben geblinkt", "Erzähl mir etwas von deinem inneren Kern" oder - sein Meisterstück - "Ich suche eben das gewisse Etwas und das kann ich selbst nicht beschreiben. Eine Frau muss mich einfach mit irgendetwas, das ich selbst noch nicht weiss, umhauen können, und dann ist es geschehen".