Mit dem 2:1 in Davos schaffte der Siebte der Qualifikation das Break und liegt in der Serie nun mit dem gleichen Resultat voraus.

Schon das zweite Kräftemessen am Dienstag hatte es gezeigt: Spiele zwischen Davos und Fribourg folgen keiner Logik und schon gar nicht einer Regelmässigkeit. Repetitiv in der gestrigen Partie war einzig das torlose Skore nach 20 und nach 40 Minuten. Und mit Gottéron ging die gleiche Mannschaft als Sieger vom Eis wie 48 Stunden zuvor. Und gestohlen war der Auswärtserfolg nicht.

Fribourgs Taktik mit dem Zweimann-Forecheking und defensiver Stabilität -- Abwehrpatron Shawn Heins kam nach abgesessener Sperre und auskurierter Grippe auf extrem viel Eiszeit -- verfehlte ihr Ziel nicht. Immer wieder fing das Team von Serge Pelletier die Mitte des ersten Drittels noch fast im Minutentakt gefährlichen Konter ab und fuhr seinerseits schnelle Gegenattacken. Zwei solche Aktionen führten Fribourg im letzten Abschnitt zum Sieg: In der 42. Minute hatte der ungedeckte Mark Mowers nach der phänomenalen Vorarbeit von Sandy Jeannin genug Zeit, die Scheibe zu stoppen und zum 1:0 einzuschiessen.

241 Sekunden später behielt mit Marc Chouinard der zweite kanadische Gottéron-Stürmer vor Leonardo Genoni die Nerven. Der erst im letzten Spiel nach halbjähriger Verletzungspause zurückgekehrte Erstlinien-Center lupfte den Puck wiederum nach einem Konter unters Netzdach. Für Chouinard war es im zwölften Saisoneinsatz das erste NLA-Tor seit dem 20. September 2008. Der schlaksige Nordamerikaner gehörte neben dem überragenden Jeannin (seit über 370 Minuten ohne Tor, aber mit enormer Präsenz auf dem ganzen Eisfeld) und dem sicheren Goalie Sébastien Caron zu den auffällig(er)en Freiburger Figuren.

Die von Trainer Pelletier erwartete "heftige HCD-Reaktion" fiel mit zehn starken Minuten (5. bis 15.) im Startdrittel, einigen schnellen Gegenstössen im zweiten Abschnitt und der Schlussphase mit sechs Feldspielern erstaunlich harmlos aus. Nur gerade Petr Sykora gelang Zählbares. Der Tscheche sorgte nach einem Reboundtor in der 52. Minute für eine Endphase mit einigen hektischen Momenten. Es schien, als ob die zehnte Partie in 22 Tagen in den Reihen der Davoser tiefere Spuren hinterlassen hat.

Davos - Fribourg 1:2 (0:0, 0:0, 1:2).

Vaillant Arena. -- 4742 Zuschauer. -- SR Reiber/Stricker, Kehrli/Stäheli. -- Tore: 42. Mowers (Jeannin) 0:1. 46. Chouinard (Wirz, Neuenschwander) 0:2. 52. Sykora (Gianola, Marha) 1:2. -- Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg. -- PostFinance-Topskorer: Riesen; Jeannin.

Davos: Genoni; Blatter, Forster; Gianola, Grossmann; Jan von Arx, Furrer; Gerber; Riesen, Reto von Arx, Taticek; Sykora, Marha, Daigle; Guggisberg, Rizzi, Ambühl; Dino Wieser, Carbis, Bürgler; Marc Wieser.

Fribourg: Caron; Birbaum, Heins; Marc Abplanalp, Reist; Snell, Ngoy; Seydoux, Collenberg; Lauper, Chouinard, Vauclair; Mowers, Jeannin, Knoepfli; Sprunger, Bykow, Plüss; Neuenschwander, Montandon, Wirz.

Bemerkungen: Davos ohne Jinman, Leblanc, Stoop und Wellinger(alle überzählig), Fribourg ohne Botter (verletzt), Meunier, Law, Sandro Abplanalp und Ciacchio (alle überzählig). -- 46. Timeout Davos. -- 46. Lattenschuss Bykow. -- Davos ab 58:41 ohne Goalie.