Bayern München
Franck Ribéry und die Farbe Rot

Offene Vertragsverhandlungen, pikante Details aus dem Pariser Rotlichtmilieu und dann auch noch eine rote Karte im Champions League Halbfinal gegen Lyon. Bayern-München-Star Franck Ribéry sieht derzeit rot und die Franzosen sogar schwarz.

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Um 21.22 Uhr am Mittwochabend weitete die Farbe Rot ihren Einfluss im Leben von Fussballstar Franck Ribéry weiter aus. Er sah im Champions League Halbfinal gegen Lyon die rote Karte. Und dies, obwohl der 27-Jährige erfolgreich ins Spiel gestartet war.

Doch in der 37. Minute flog er wegen seines groben Fouls an Lyon's Lisandro Lopez vom Platz. Damit ist Ribéry für das Rückspiel gegen Lyon gesperrt und vermutlich auch für einen allfälligen Final. Doch dies war eigentlich der Traum des Spielers: Er wollte den Final von Madrid am 22. Mai erreichen und dort den Pokal in den Händen halten. Ob er aber für Bayern noch einmal in der Königsklasse auflaufen wird, bleibt die grosse Frage. Wie lange Ribéry gesperrt bleibt, muss die UEFA entscheiden.

Der Sexskandal wird zu einer Staatsaffäre

Zahia D. macht Ribéry Probleme

Zahia D. macht Ribéry Probleme

Pikante Details aus dem Pariser Rotlichtmilieu wurden bekannt und Ribérys Sexaffäre packte bei der Polizei aus. Zahia D. gab zu (siehe Video), im Frühjahr 2009 im Alter von 17 Jahren Kontakt mit dem Fussballspieler gehabt zu haben. Und auch Ribéry räumte bei der Justiz-Befragung Sex mit Zahia ein.

Der Ehemann und Vater von zwei Töchtern muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. In Frankreich steht auf Sex mit einer Minderjährigen bis zu drei Jahre Haft und eine Busse von 45 000 Euro. Mit weiteren Details aus der Affäre kann wohl gerechnet werden.

Derweil sieht Frankreich schwarz für den Fussballstar: «Le Parisien» prophezeit Eheprobleme und «Le Figaro» spekuliert gar über eine Demission beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft: «Alles ist denkbar. Er hat alles zu verlieren und steht momentan näher am Ende seiner Karriere als am Anfang.»

Vertragsverhandlungen sind immer noch offen

Auch die offenen Vertragsverhandlungen sorgen nicht gerade für Ruhe in Ribérys Leben. Erst sollte der Verbleib bis Ende März geklärt sein. Clubs wie Real Madrid und der FC Barcelona warben um ihn, Ribéry selbst liebäugelte ganz offen mit Real. Obs je so weit kommt? Der Vertrag mit Bayern München läuft noch bis 2011. Ribéry kam 2007 von Marseille nach München. (skh)

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