Nach Genève-Servette schalteten die Zürcher Unterländer auch den EV Zug in nur vier Partien aus.

Auf dem Weg zum achten Playoff-Sieg in Folge, was als letzter NLA-Verein die Klotener bei ihrem letzten Meistertitel (1996) geschafft hatten, setzte abermals das Team von Anders Eldebrink und Felix Hollenstein die erste Marke. Captain Sven Lindemann traf in der 13. Minute zum 1:0, typischerweise für den Zuger Gesamtauftritt in dieser Halbfinal-Serie nach dem Scheibenverlust eines EVZ-Spielers. Der Bündner schloss die Vorarbeit von Kimmo Rintanen souverän an.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt lag es an Zug, eine Reaktion herbeizuführen. In der Umsetzung scheiterten die kraft- und ideenlosen Innerschweizer aber klar. Einzig in den ersten paar Minuten nach dem ersten Gegentor war ein kurzes Aufbäumen zu spüren. Ansonsten musste der EVZ dem spielerisch klar überlegenen Gast die Vorteile auf allen Positionen überlassen.

Als ultimativer Partykiller erwies sich kurz vor der zweiten Drittelspause Marcel Jenni. Der mutmasslich beste Spieler dieser Halbfinal-Serie zog in Unterzahl nach einem Fehlpass von Patrick Fischer dem Zuger Verteidiger René Back davon und sorgte mit seinem 20. Saisontor für die Entscheidung. Auch beim 3:0 durch Michael Liniger (49.), das den letzten Optimisten im EVZ-Lager zur Vernunft brachte, stand die Linie um Jenni auf dem Eis.

Derweil die Zuger -- wie von den Klotener Fans mit dem Winken mit Taschentüchern süffisant unterstützt -- in die Ferien geschickt wurden, gehen die Flyers um Ronnie Rüeger, egal gegen welchen Gegner, als Favorit in den Final. Der Goalie, der nach dem 6:0 am Donnerstag den zweiten Shutout in Folge und den 32. seiner langen NLA-Karriere feiern konnte, hat die Chance auf den Meistertitel mit dem dritten verschiedenen Team: 1998 gewann er das Championat mit Zug, 2003 und 2006 mit Lugano.

Zug - Kloten Flyers 0:3 (0:1, 0:1, 0:1).

Herti. -- 6380 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Reiber/Stricker, Wehrli/Wirth. -- Tore: 13. Lindemann (Rintanen) 0:1. 40. Jenni (Ausschluss Jacquemet!) 0:2. 49. Liniger (Wick) 0:3. -- Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers. -- PostFinance-Topskorer: Holden; Rintanen.

Zug: Weibel; Kress, Harrison; Maurer, DuPont; Diaz, Back; Casutt, Steinmann, Schnyder; McTavish, Duri Camichel, Corsin Camichel; Brunner, Holden, Patrick Fischer; Bucher, Oppliger, Bodemann.

Kloten Flyers: Rüeger; Welti, Hamr; Du Bois, Von Gunten; Winkler, Schulthess; Lindemann, Santala, Rintanen; Jenni, Liniger, Wick; Jacquemet, Brown, Stancescu; Schrepfer, Kellenberger, Walser.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Fadri Lemm, Rothen (beide verletzt), Bonnet, Della Rossa und Müller (alle überzählig), Zug ohne Lüthi (gesperrt), Christen, Di Pietro, Meier, Sutter (alle verletzt), Bianchi und Isbister (beide überzählig).