Kasper verwies am FIS Forum Alpinum in Sölden auf die Statuten, welche den FIS-Mitgliederverbänden und deren Fahrern Starts an Rennen ausserhalb des FIS-Kalenders untersagen. Die Slaloms in der Snowhall von Amnéville figurieren nicht im FIS-Kalender, weil die FIS offiziell gar nichts von der geplanten Veranstaltung erfahren haben will.

Die ESF vergibt am 7. November die ersten Hallen-EM-Titel in der Geschichte des Skisports. Gemäss Gian-Franco Kasper darf sie das gar nicht, weil die FIS EM-Titel immer noch geschützt hat. Hans Pum, den Alpin-Direktor des tonangebenden ÖSV, lassen die Aussagen von Kasper kalt. "Wir werden die zehn Startplätze mit unseren besten Slalom-Fahrern besetzen." Der FIS-Vorstand beschäftigt sich erst am 14. November, eine Woche nach der Hallen-EM, mit dem Fall.

Der im Mai gegründete Europäische Skiverband, dem erst Österreich, die Schweiz, Italien und Frankreich angehören, stösst in der restlichen Skiwelt auf wenig Gegenliebe. Die Motive der neuen Vereinigung sind schleierhaft, das Vorgehen ist fragwürdig. Ob das politische Geplänkel in einen echten Machtkampf münden wird, bleibt abzuwarten. Der Zwist dürfte in den nächsten Wochen aber noch zu reden geben.